alaska 2003

Einleitung

Dieser Reisebericht ist wie ein Tagebuch aufgebaut. Es sind Momentaufnahmen von Eindruecken und Erlebnissen einer vier-woechigen Reise mit dem Mietwagen durch Alaska und Teile des Yukon Territory.

Reisebericht
7.7, Mo
10.45 Abflug nach Newark, New York: Regen, Verspaetung, 2h warten, Abflug nach Seattle.
Seattle: Anschlussflug verpasst, mit Alaskan Airlines nach Anchorage, nettes Personal, Gepaeck nicht dort, wird spaeter in die Jugendherberge gebracht.
Anchorage: Ankunft um 12.30 nachts, immer noch hell, Taxi zur Jugendherberge.

8.7, Di
Stadtrundgang, Meerbesichtigung. Das Meer direkt in Anchorage ist nicht gerade schoen. Man kann nicht an den Strand da alles voll Schlamm ist in welchem man Gefahr laeuft zu versinken... Es ist jedoch super den Sonnenuntergang von hier aus zu beobachten da die Sonne schoen hinter dem Meer im Wald versinkt (so gegen 12 Uhr!)

9.7, Mi
Aufgrund der warmen Temperaturen ist Schwimmen im Goose Lake angesagt, es ist anscheinend der waermste Tag seit ca. 50 Jahren (30°C) und die meisten Einheimischen finden es nicht mehr so toll... Wir geniessen das Schwimmen im See, obwohl man nur in einer mit einer Schnur abgegrenzten Zone schwimmen darf (Lifeguards pfeifen einem sofort zurueck wenn man sich ueber die Leine hinwegsetzt). In Anchorage finden wir einen super Supermarkt in der Naehe der Jugendherberge - New Sagayas Market. Es hat eine wunderbare Auswahl an frischen Salaten und wir werden jetzt immer wenn wir in Anchorage sind oder durchfahren hier einkehren und uns verpflegen. Mmmmh! Zudem ist auch das Personal super nett, sie erkundigen sich woher wir sind und geben uns Tipps was wir besuchen sollen etc.
Die letzte Nacht muessen wir noch umziehen, zur Jugendherberge gehoert noch ein kleines Haeuschen mit historischem Wert, dort hat es auch noch 4 Zimmer. Wir werden dort einquartiert und bemerken, dass sich die 3 Dollar Aufpreis definitiv lohnen und dann man bei einem zweiten Besuch unbedingt nach dem Cabin erkundigen muss!

10.7, Do
Einkaufen im Diamond Center, na ja... nichts besonderes. Ein riesiges Shopping Center - jedoch sind die Haelfte oder mehr der Laeden leer. Im Untergeschoss hat es noch eine Eisbahn. Wir schauen uns auch noch diverse Shops an, finden jedoch nichts Gutes. In einem Campingstore im City Center werden wir fuendig - dort decken wir uns mit Campinggas und anderen Artikeln ein die wir fuer unsere Reise benoetigen.

11.7, Fr
heute holen wir unser Auto am Flughafen ab, dann fahren wir zur Jugendherberge, packen unsere Sachen ein und fahren suedwaerts nach Seward, Campground Millers Landing 2km suedlich von Seward, super gelegen, nette Leute, wunderschoener Ort. Abends beobachten wir wie viele Seeotter im Meer nach Nahrung suchen und spielen.

12.7, Sa
Bootstour, Kenai Fjords, super Wetter, schoen ruhiges Wasser, wir sehen Seeotter, Buckelwale (Mutter mit Jungem), Papageientaucher, Seeloewen, Voegel etc. und auch landschaftlich ist es wunderbar - ueberall Waelder und Gletscher die ins Meer muenden, nirgends ein Haus geschweige denn ein Dorf oder eine Stadt. Auf einer kleinen Insel machen wir eine kurze Mittagspause in welcher man uns frisch gegrillten Lachs und jede Menge anderer Koestlichkeiten anbietet.

13.7, So
Fahrt nach Talkeetna, Moose-Dropping Festival geht gerade zu Ende, hat jedoch noch allerlei Aktivitaeten im Dorf und Leute von ueberall her. Wir finden einen Campground am Ende der Hauptstrasse, sehr nahe einem grossen Fluss. Die Leute die den Zeltplatz fuehren leben in zwei riesigen RVs und sind wie sie uns erzaehlen full time RV das heisst das sie kein Haus mehr haben sondern das ganze Jahr im RV wohnen und ab und zu irgendwo mal ein Campground managen bevor sie jahreszeitlich bedingt weiterfahren. In der Naehe des Campgrounds verlaeuft eine Eisenbahn die die ganze Zeit huuuupt... Wir gehen noch baden im Fluss... brrrrrr! Ah ja, fast vergessen da alle Leute ein Riesending draus machen: den ganzen Tag sehen wir Mt McKinley wolkenlos, wunderbar!

14.7, Mo
Wir wandern etwas dem Fluss entlang und liegen den ganzen Tag in der Sonne. Abends gehen wir noch waschen und ins Dorf etwas trinken.

15.7., Di
Heute haben wir einmal ein getrenntes Programm, Luzia geht baden, ich gehe fischen. Dazu miete ich eine Angelausruestung (Angel und lange, wasserdichte Hosen mit Stiefel). Ich fahre ca. 30 km mit dem Auto bis zu einem Ort wo ein Fluss (der Typ vom Laden sagte hier sei es gut) die Strasse quert. Auf dem Parkplatz bin ich der erste denn es ist noch ziemlich frueh. Als ich zur Flussmuendung wandern will (ca. 2 km durch dichten Wald) sehe ich ueberall Schilder beware of bears, bears have been seen in the area etc. Nachdem wir gestern erfahren haben, dass ganz in der Naehe vor zwei Tagen drei Fischer von einem Baeren uebel zugerichtet wurden wird mir doch etwas mulmig und ich beschliesse auf dem Parkplatz zu warten, bis noch jemand kommt. Es geht etwa 20 Minuten bis jemand kommt. Ich frage ihn ob ich mit ihm mitgehen koennte, ich haette Angst vor den Baeren - er sagt er haette auch Angst, zieht seinen Pullover etwas hoch und an seinem Guertel wird eine riesengrosse Pistole sichtbar - ich weiss nicht ob ich mich nun sicherer fuehlen soll, gehe aber mit ihm durch den Wald an die Flussmuendung. Der Fluss an dem wir fischen ist ca. 10 Meter breit und an der tiefsten Stelle ca. 1m tief. Man sieht schon jetzt die grossen King Salmon die einfach im Fluss sitzen sie sind jedoch nicht sehr hungrig und beissen nicht an. Andere (Pink, Silver, Chum) hat es nicht, sie seien dieses Jahr etwas spaet dran... Nachdem ich zum x. Mal die Leine auswerfe und zurueckziehe, beisst ploetzlich ein Lachs an. Ich benoetige ca. 25 Minuten bis ich ihn an Land ziehen kann. Es ist ein ca. 15 kg schwerer King Salmon, wunderschoen. Nur schade dass die Saison dieser Spezies vor 10 Tagen zu Ende ging und ich ihn deshalb wieder in den Fluss entlassen muss, nachdem ich ein Foto gemacht habe. Wir haetten sowieso nicht gewusst was wir mit so viel Fleisch gemacht haetten - wir haben ja keinen Kuehlschrank. Abends koennen wir noch bei den Hosts des Campgrounds duschen, sie haben eine Dusche am RV dran, ist noch ganz lustig.

16.7, Mi
Luzias Geburtstag, zum Fruehstueck gibts also neben dem normalen auch noch ein kleines Kuechlein. Dann fahren wir los in Richtung Denali Nationalpark, es regnet den ganzen Tag in Stroemen, zum Teil sehen wir trotz den Scheibenwischern keine 100m! Im Visitors-Center des Parks buchen wir eine Tour fuer den naechsten Tag. Dann fragen wir wo man hier das Zelt an einem trockenen Ort aufstellen kann. Die Leute erzaehlen uns von einem Campground der ueberdachte Zeltplaetze hat, wir telefonieren und zum Glueck hat es noch freie Plaetze. Der Campground ist etwa 10 km suedlich vom Nationalpark, und heisst Carlos Lodge Camping es ist einer der besten und schoensten Zeltplaetze die ich je sah! Ein super Dusch-Wasch-WC Haeuschen, Feuerholz, Tische und Zeltplaetze sind ueberdacht - super.

17.7, Do
Es ist kalt im Zelt - sehr kalt, als wir den Reisverschluss oeffnen sehen wir auch warum - es hat in der Nacht geschneit! UEberall liegt ca. 15 cm Schnee. Wir befuerchten schon das schlimmste fuer unsere Tour im Nationalpark, als wir in den alten Schulbus steigen und die ersten paar Kilometer zurueckgelegt haben, oeffnet sich ploetzlich langsam der Himmel und man kann die ersten blauen Abschnitte erkennen! Es wird ein super Tag! Die Tour ist sehr gut und informativ, wir sehen viele Tiere, unter anderem Elche, Caribou, ein Grizzly mit einem Jungen, Steinadler, Dallschafe, Schneehuehner etc. Am Wonderlake machen wir einen Halt und nehmen den naechsten Bus wieder zurueck - ein Fehler wie sich herausstellt, da der Fahrer die ganze Zeit uebers Mikrofon von seiner Jugend und seiner Familie etc. erzaehlt. Zum Teil ist es ja noch spannend aber spaetestens nach 3 Stunden waere etwas Ruhe auch noch angenehm. Wir sehen auch fast den ganzen Tag Mt. Mc Kinley was sehr selten ist, da der Berg die meiste Zeit von Wolken verhangen ist. Die Leute erzaehlen und schwaermen jedoch so viel vom the wonderfull mountain dass ich ganz vergesse ein Foto von ihm zu machen - na ja, gibt ja viele Posters etc. davon!

18.7, Fr
Weiterfahrt nach Fairbanks, diese Fahrt ist nichts besonderes, jedoch die Herberge in Fairbanks... Zuerst gehen wir an ein Ort das uns von anderen Leuten empfohlen wurde - leider feiern die hier aber heute Abend eine Hochzeit - zu welcher sie uns sofort einluden - aber leider sind sie ausgebucht. Wir suchen also nach etwas anderem und finden so zufaellig ein Ort der sich Boyles Place nennt. Es ist ein altes Haus und als wir klingen ertoent eine Stimme come on in in der Kueche sitzt eine alte Frau die fast nichts mehr hoert. Sie spricht unglaublich laut und labert irgendwelches wirres Zeug. Sie ruft ihren Mann Boyle der uns ein Zimmer zeigt. Es ist ganz orange angemalt, klein, gegen den Innenhof und sauber. Wir nehmen es. Das Haus ist ganz altertuemlich eingerichtet, es hat jede Menge Videos, Buecher etc. Auch im unteren Stock hat es noch Zimmer. Wir reden noch etwas mit Boyle - er sagt normalerweise sei ihr Sohn noch da zum helfen aber der sei gerade in den Ferien - armer Bolye er ist mit all der Arbeit total ueberfordert. Seine Frau ist pflegebeduerftig und kann kaum noch gehen. Die beiden sind jedoch sehr nett - auch zur Preisberechnung hat Boyle sein eigenes System - er gewaehrt uns viele Rabatte sodass wir schlussendlich ziemlich guenstig dort wohnen koennen.
Am Nachmittag gehen wir in Tourismus Informationszentrum und erkundigen uns wo wir einkaufen koennen. Ein rundlicher Mann sagt uns if you are fast walker 20 minutes, if you are slow walker 40 minutes (zum Supermarkt). Wir haben anschliessend 15 Minuten. Am Abend gehen wir in ein Coffee-House mit Live Musik - es ist super guenstig und hat gute Musik.

19.7, Sa
Heute ist der 100 jaehrige Geburtstag von Fairbanks, es findet eine lange Parade statt mit allen moeglichen mitwirkenden. Am Nachmittag gehen wir shoppen, in einem kleinen Laden findet Luzia coole Kleider aus den 60er Jahren. Abends gehen wir in Disco Area51. Nach einer Weile wird der Sound dann etwas haerter und wir gehen zu unseren Gastgebern, den Boyles.

20.7, So
Weiter gehts in den Sueden nach Delta Junction. Abends kommen wir bei einem Roadhouse vorbei Ritas Roadhouse. Es ist ein schoener Platz wo unter anderem gerade eine Hochzeitsgesellschaft am Feiern ist. Wir suchen etwas abseits einen Platz wo wir campen koennen. Wir finden nach etwas suchen einen wunderschoenen Platz hoch ueber dem Fluss an einem kleinen Straesschen. Wir stellen das Zelt auf und kochen etwas. Dann gehen wir zu einem WC-Haeuschen die Zaehne putzen etc, auf dem Weg dorthin sehen wir durch einen Wald hindurch zwei Woelfe hin und her laufen - wir gehen schnell zum Zelt zurueck und koennen nicht einschlafen, da wir staendig Angst vor den Woelfen haben...

21.7, Mo
Nach einer fast schlaflosen Nacht sehen wir, dass die Woelfe in einem grossen Gehege waren... Na ja, das naechste Mal muessen wir uns keine Sorgen mehr machen. Trotzdem fahren wir heute weiter Richtung Sueden nach Tok. Etwa 15 Kilometer vor Tok sehen wir an der Strasse einen Wegweiser zum Moon Lake, wir gehen den kleinen Weg runter und kommen zu einem wunderschoenen See mit Zeltplatz. Wir treffen auf Gerry und Frieda (er ist ein Indianer aus den USA und sie ist eine Geschichtsprofessorin an der Uni in Alaska). Wir reden etwas mit ihnen und gehen dann weiter nach Tok, da das Wetter nicht gerade einladend ist zum Zelten. In Tok finden wir ein Backpacker mit schoenen kleinen und einfachen Zimmern, unsere Gastgeberin Margie Mullins ist sehr nett. Abends setzten alle Gaeste bei ihr im kleinen Wohnzimmer und schauen zusammen einen Film. Dazu gibt es Snacks und Drinks (non alcoholic). Sie hat sehr strenge und religioese Regeln, da sie jedoch denkt wir waeren verheiratet, koennen wir zusammen im gleichen Zimmer uebernachten.

22. 7, Di
Heute ist schoenes Wetter, wir fahren zurueck zum Moon Lake wo wir baden und etwas in der Sonne liegen. Gerry fragt uns ob wir etwas von seinem Gras probieren wollten. Wir probieren etwas, es ist ziemlich gut und macht den Tag noch entspannender...
Abends fahren wir nach Tok zurueck wo wir wieder zu Margie gehen. Heute abend gehen wir noch in einen kleinen Shop wo wir viele Kleider kaufen, unter anderem meinen gruenen Trainer den ich fuer 10 Dollar kaufe. Wir glauben, dass einige Kleider seit Jahrzehnten in diesem Laden herumliegen muessen, da sie so alt und schon fast antik sind, aber neu!

23. 7, Mi
Unser Weg fuehrt nach Tanacross, ein Dorf etwas noerdlich und ziemlich abgelegen. Gerry und Frieda haben uns gesagt, dass dort ein Spiritual Gathering of the Tribes stattfinden wuerde und das wir herzlich eingeladen waeren. Es sind jedoch fast keine Leute dort und zum Teil eher spezielle Leute... Wir gehen also wieder zurueck zum Moon Lake wo wir baden gehen. Nachmittags fahren wir weiter ueber den Top of the world Highway Richtung Dawson. Wir ueber nachten in einem wunderschoenen Zeltplatz Montana Creek Gov. Campground. Es hat viele Fluesschen und Suempfe in der Umgebung was zu einer immensen Moskito-Plage fuehrt. Ein aelterer Mann schaut zum Zeltplatz, er ist stets mit seinem vierraedrigen Toeff unterwegs, auf beiden Seiten ein Gewehr... Auch sein Begleiter Johnny (ein Hund) macht nicht gerade einen freundlichen Eindruck auf uns. Abends bringt er uns gratis Feuerholz um ein Feuer zu machen und etwas gruene Blaetter die wir ins Feuer geben sollten, der daraus entstehende Rauch soll die Moskitos etwas fernhalten. Zum Glueck haben wir in Anchorage ein gutes Mueckenmittel gekauft, es wirkt wunderbar, es war das kleinste Flaeschchen und gleichzeitig das teuerste aber es lohnte sich...! In der Nacht wird es wieder sehr kalt, es schneit nicht aber auch am Morgen ist es immer noch sehr kuehl.

24. 7, Do
Heute fahren wir von Montana Creek ueber Chicken nach Dawson. In Chicken tanken wir und bekleben unsere Scheiben mit Klebefolie wegen dem Steinschlag auf dem nicht-geteerten Highway. Als wir dann ins Auto steigen merken wir jedoch, dass wir nichts mehr sehen... Also nehmen wir die ganze Klebefolie wieder ab und fahren sehr vorsichtig, vor allem wenn uns Gelaendewagen und Lastwagen entgegen kommen...
Der Top of the world highway ist ein wunderbarer Highway, er fuehrt durch Waelder und dann in die Hoehe, die Baeume weichen Straeuchern und diese wiederum weichen einer Tundra-aehnlichen Graslandschaft. Auf den Hoehen sehen wir ploetzlich einige Gebaeude, es ist die Grenze USA-Kanada. Unsere Paesse werden mit einem schoenen Stempel versehen und wir werden in Kanada willkommen geheissen. Wir fahren weiter nach Dawson. Kurz vor Dawson muessen wir den Yukon ueberqueren, es hat keine Bruecke aber eine kostenlose Faehre. Auf der Faehre treffen ein aelteres Schweizer Ehepaar welches wir noch einige Male treffen werden... leider.
In Dawson suchen wir einen Campground, etwas ausserhalb des Dorfes (bei einer Tankstelle) werden wir fuendig. Wir stellen unser Zelt etwas abseits in die Buesche wo wir einen wunderschoenen Platz finden. Allerdings ist der Zeltplatz direkt neben einem kleinen Fluesschen, sodass wieder viele Moskitos vorhanden sind! Wir sehen dass die Schweizer auch im gleichen Campground sind - Treffen No.2.
Nach dem Aufbauen des Lagers gehen wir im Klondike baden (in Dawson fliessen der Yukon und der Klondike zusammen). Das Wasser ist sehr kalt und die Stroemung ziemlich stark aber trotzdem ist es eine schoene Abkuehlung.

25. 7, Fr
Stadtbesichtigung Dawson. Am Morgen fahren Trucks durch die Strassen und verspritzen Wasser. Die Strassen sind nicht geteert und das Wasser dient dazu, dass nicht allzu viel Staub aufgewirbelt wird wenn die Autos durch die Strassen fahren. Am Nachmittag besuchen wir zwei Sehenswuerdigkeiten in der Naehe von Dawson: eine alte Gold-Dredge eine riesige Maschine die zur Goldgewinnung verwendet wurde und dann gehen wir noch zu einem oeffentlichen Claim wo die Touris ihr Glueck mit dem Goldwaschen versuchen koennen. Es hat jedoch so viele Leute und wir haben kein gutes Geraet sodass wir ohne unser Glueck zu versuchen wieder zurueck zu unserem Camping fahren. Abends gehen wir zu Fuss ins Casino Diamond Thoothies in Dawson. Wir treffen die Schweizer zum 3. Mal. Meine 10 Dollar Spielgeld verlier ich ohne auch nur einmal etwas zu gewinnen. Auf dem Heimweg nimmt uns jemand mit, zum Glueck, denn der Weg zum Camping ist laenger als wir dachten!

26. 7, Sa
Weiterfahrt nach Minto, wir finden einen superschoenen Campground am Yukon River. Wir fragen ob es Baeren in der Umgebung hat, da wir noch einen Abendspaziergang machen wollen. Die Frau von der Rezeption (ist nachmittags geoeffnet da die Betreiber des Camping im Dorf wohnen) sagt sie haetten dieses Jahr noch keine Baeren in der Umgebung gesehen - so gehen wir abends auf einen schoenen Spaziergang entlang des Yukon durch die Wiesen und Waelder. Als wir abends zum Camping zurueckkommen sehen wir dass die Schweizer auch dort sind - Treffen No. 4. Sonst ist der Camping sehr leer. Wir gehen uns die Zaehne putzen und auf dem Weg zurueck zum Zelt sehen wir wie ein Schwarzbaer in aller Gemuetlichkeit quer ueber den Campground laeuft... als er uns sieht verschwindet er jedoch rasch - von wegen keine Baeren...!!!

27. 7, So
Wir fahren weiter suedwaerts und kommen an vielen Seen vorbei. Es ist eine wunderschoene Gegend hier. Wir fahren zum Thakini Camping, er ist sehr voll, sodass wir einige Kilometer zurueckfahren wo wir am Lake Laberge einen schoenen Zeltplatz finden. Wir wollen jedoch etwas abseits campen und so fragen wir wo wir hingehen koennten. Ein aelterer Mann sagt uns einen Weg wo wir hingehen koennten, es sei jedoch kind of rough road. Wir fahren dort hin, kommen aber immer weiter in den Busch, die Strasse wird immer schlechter und der See will einfach nicht erscheinen. Wir kehren also um und zelten in der Naehe des Campgrounds wo wir zuvor waren. Wir stellen unser Zelt im Wald auf ein wunderschoenes Fleckchen Moos, direkt neben dem See. Es ist ein sehr schoenes Plaetzchen. Abends trinken wir ein wenig und sitzen am See.

28. 7, Mo
Wir besuchen die Thakini Hot Springs, es hat viele Leute und das kleine Bad ist ziemlich ueberfuellt. Zudem ist es viel zu warm dass man das 40 Grad warme Wasser geniessen koennte. Wir fahren weiter nach Whitehorse wo wir aufgrund des Wetters eine Jugendherberge aufsuchen. Nach einigem Suchen finden wir die Jugendherberge Hide on Jeckell. Sie wird von einem deutschen Ehepaar gefuehrt, ist supergut eingerichtet, und auch gut gelegen. Die Leute geben uns viele Tipps wo wir shoppen gehen koennen etc. Da es keine freien Zimmer mehr hat, wird uns angeboten im Hinterhof in einem alten VW-Bus aehnlichem Gefaehrt zu uebernachten. Die Eigentuemer des Hostels sind darin in der ganzen Welt herumgekommen... Es ist sehr angenehm in diesem Bus. Abends gehen wir noch etwas in die Stadt, wir besuchen diverse Pubs, unter anderem den Backwater.

29. 7, Di
Wir machen einen Rundgang in der Stadt, gehen einkaufen und machen eine Ausfahrt zum Grey Moutain. Die Strasse ist jedoch schlecht sodass wir umkehren muessen. Wir besuchen die Fish-Ladder wo wir sehen wie einige Lachse in ihr Laichgebiet wandern. Da das Wetter wieder besser wurde gehen wir in einen Campground, es ist ein wunderschoener Campground Robert Service. Als wir unser Zelt aufstellen sehen wir, dass auf dem Platz neben uns die Schweizer sind - Treffen No. 5. Zum Glueck sind die Plaetze ziemlich weit auseinander sodass wir nicht immer ihre Gespraeche mit anhoeren muessen! Unsere direkten Nachbarn sind 3 aeltere Ehepaare aus Deutschland, wir reden ein wenig mit ihnen und dann sagen sie uns, dass sie am naechsten Morgen wieder zurueck fliegen und ob sie uns einiges Essen dalassen koennten. Wir bejahen natuerlich und erhalten etwa vier grosse Kisten mit OEl, Essig, Konserven, Getraenke, Eingemachtem und vieles mehr. Die naechsten paar Tage muessen wir keine Lebensmittel kaufen! Wir bedanken uns und reden noch ein wenig miteinander, sie erzaehlen uns unter anderem, dass sie auch schon zusammen (dann allerdings mit noch mehr Leuten und 9 Campern) quer durch Australien gefahren sind - also auch so richtige Travellers! Am Abend gehen wir wieder in die Stadt wo wir wieder in den Backwater Pub gehen. Es hat eine gute Live-Musik und wir bleiben ziemlich lange. Auf dem Nachhauseweg treffen wir ein Stachelschwein an welches sich in die Naehe der Stadt verirrt hat oder auf der Suche nach Futter ist.

30. 7, Mi
Weiterfahrt ueber die Grenze und nach Skagway. Es ist ein kleines Doerfchen welches allerdings jeden Tag (ausser am Freitag) Besuch von etwa 5000 Touristen von Superlinern bekommt. Im Hafen sind die riesigen Schiffe angelegt und im Dorf hat es neben unzaehligen Touris auch Burgerking, KFC, Mc Donalds und alles andere was die reichen Touris wollen. Um ein Gebaeude sind etwa 60 Personen versammelt, alle sind am Telefonieren!!! Entlang des Gebaeudes hat es ueberall Steckdosen und im Geschaeft kann man Telefone mieten. Die Leute von den Schiffen koennen hier endlich wieder einmal guenstig telefonieren (statt mit dem Satellitentelefon auf dem Schiff), Wahnsinn!. Wir wollen so schnell wie moeglich weiter, auf der Faehre hat es jedoch leider keinen Platz mehr, sodass wir denselben Weg wie wir gekommen waren wieder zurueckfahren. Etwa 9 Miles suedlich von Carcross zweigen wir nach rechts ab (ein kleines Straesschen) welches uns zum Lake Benett fuehrt. Wir finden ein wunderschoenes Plaetzchen zum zelten. Jemand scheint hier ein privates Plaetzchen zum Campen geschaffen zu haben. Es hat Feuerholz, einen Zeltplatz einen Sandstrand, ein WC mitten im Wald mit WC Papier in einem Konfitueren-Glas, eine alte Goldmine ist auch noch in der Naehe. Es hat keine Leute weit und breit, wir machen ein Feuer an unserem Sandstrand und verbringen den ganzen Abend am Strand am Feuer - es ist wunderschoen hier.

31. 7, Do
Am Morgen gehen wir schnell im eiskalten See baden. Dann packen wir unsere Sachen und fahren weiter. Wir besichtigen Carcross, sofern man das besichtigen nennen kann - es hat einige sehr alte Haeuser aus der Kolonialzeit und auch sonst macht das Doerfchen einen schoenen Eindruck. Wir fahren weiter ueber Whitehorse nach Haines Junction. Wir besuchen das Kluane N.P. Visitorscenter und erkundigen uns nach schoenen 1-Tages-Wanderungen. Anschliessend fahren wir etwa 5 km zurueck wo wir einen schoenen Zeltplatz gesehen haben. Wir zelten im Pine Lake Gov. Campground. Es ist ein sehr schoener Zeltplatz mit schoenen Plaetzen. Allerdings hat es sehr viele Eichhoernchen und Spechte... Die Eichhoernchen sind so frech, dass sie waehrend wir am Tisch am Essen sind, einfach auf den Tisch springen und von unserem Essen nehmen wollen. Die Toilettentuere muss man beim Verlassen immer von aussen mit einem Stein beschweren da sonst die Eichhoernchen das Papier klauen wuerden und eine riesige Unordnung machen wuerden. Sie sind auch sehr laut und rennen die ganze Zeit umher - richtig nervoese kleine Dinger! Spechte hat es wie gesagt auch sehr viele - diese sind leider auch nicht sehr scheu, sodass es vorkommen kann, dass man um 6 Uhr morgens durch einen Specht geweckt wird, der sich etwa 2 Meter vom Zelt entfernt an einem Baum zu schaffen macht...

1. 8, Fr
Heute machen wir eine Rundwanderung (Auriol Trail) im Kluane N.P. Die Wanderung dauert 6 Stunden mit Pause. Es ist eine sehr schoene Wanderung die zuerst durch wunderschoene Waelder, ueber Fluesschen hinauf auf wunderbare Huegel fuehrt. Im oberen Teil der Wanderung hat es keinen Wald mehr, es ist eine Mischung aus Busch und Graslandschaft. Die Bear-Bells die ich am Rucksack angebracht habe nerven zwar ein wenig doch ich finde es ist besser staendigem gloeckeln ausgesetzt zu sein als ploetzlich einem Baeren gegenueber zu stehen... Die Landschaft und die Waelder sind einfach super, und auch Touristen hat es nicht sehr viele, wir treffen vielleicht so 5 Leute waehrend der ganzen Wanderung. In der Mitte des Trails sind Arbeiter mit dem Unterhalt des Weges beschaeftigt, sie werden dauernd von einem Helikopter beliefert da es zu muehsam ist, alle Werkzeuge heraufzutragen.
Nach der Wanderung gehen wir ins Public Swimming Pool von Haines Junction. Es ist eine sehr grosse Halle mit einem Pool drin. Es ist fuer unsere Verhaeltnisse mehr schlecht als recht (vor allem die Umkleideraeume...) aber trotzdem ist es schoen wieder einmal in warmem Wasser zu schwimmen, als immer in diesen eiskalten Seen und Fluesse! Wir gehen noch etwas essen in einem kleinen Restaurant und gehen dann zurueck zum Pine Lake Campground. Trotz Nationalfeiertag machen wir heute eine early night.

2. 8, Sa
In der Nacht regnet es ein wenig, sodass wir am Morgen zuerst das Zelt trocknen lassen muessen. Gegen Mittag fahren wir dann weiter in Richtung Tok. Wir besuchen Margie und erzaehlen ihr was wir in letzter Zeit so gemacht haben, dann gehen wir im Campground nebenan duschen - wir muessen uns rein schmuggeln und von anderen Campern den Tuer-Code ausfindig machen... Eigentlich duerfen nur Gaeste hier duschen... Nach der persoenlichen Koerperpflege gehen wir weiter zum Waschsalon wo wir endlich wieder einmal unsere Kleider waschen. Im Waschsalon machen wir eine interessante Bekanntschaft - wir treffen auf eine Reisegruppe aelterer Menschen, eigentlich nichts besonderes. Allerdings finden wir beim Betrachten und beim Diskutieren heraus, dass es 7 Geschwister mit ihren jeweiligen Partner sind! Sie sind fuer einige Monate miteinander unterwegs - allerdings hat jedes Paar ein eigenes RV aber trotzdem fand ich es noch ziemlich amuesant. Nach dem Waschen fahren wir weiter zum Moon Lake wo wir im uns bekannten Campground zelten.

3. 8, So
Wir fahren weiter nach Glenallen, leider faengt es im Laufe des Tages an zu regnen, sodass wir in Glenallen nach einer guenstigen Bleibe suchen. Wir finden keine und fahren dann trotz allem zum Campground. Es regnet jedoch so stark, dass wir uns entscheiden trotzdem etwas tiefer in die Taschen zu greifen damit wir nicht campieren muessen. Wir finden ein Ort wo man kleine Haeuschen mieten kann. Diese Haeuschen sind vielleicht vier auf vier Meter, haben einen kleinen Tisch, zwei Stuehle, ein Sofa, und eine kleine Kochnische. Eine Leiter fuehrt nach oben wo eine grosse Matratze mit Decken bereitliegt. Das wichtigste allerdings ist der Gasofen... Wir stellen ihn an, breiten unser nasses Zelt und die etwas feuchten Schlafsaecke aus und gehen auf einen Spaziergang. Es ist schoen mitten im stroemenden Regen etwas im Dorf umherzuwandern denn es hat keine anderen Leute draussen. Als wir zurueck zum Cabin kommen hat der Gasofen ganze Arbeit geleistet - im Cabin ist es ca. 35 Grad warm! Wir stellen den Ofen etwas zurueck und gehen schlafen.

4. 8, Mo
Dass Wetter ist schoener als gestern doch immer noch regnet es zeitweise. Unser Zelt und auch die Schlafsaecke sind jedoch wieder wunderbar trocken. Wir fahren weiter in Richtung Valdez. Es ist eine wunderschoene Passfahrt nach Valdez, je hoeher wir kommen umso schoener wird das Wetter! Auf der Passhoehe kommt ein Gletscher fast bis zur Strasse heran, natuerlich hat es dort Parkplaetze etc. Wir schauen uns den Gletscher etwas genauer an, es ist interessant so nahe an die Gletscherspalten zu kommen - die Farben reichen von weiss ueber hellblau bis ins tiefste blau, wirklich wunderbar. Anschliessend fahren wir weiter ueber den Pass und auf der anderen Seite dem Meer entgegen (die Region hier wird auch Little Switzerland genant, tatsaechlich haben die Berge hier eine gewisse AEhnlichkeit mit den unserigen. Auf dieser Seite der Berge ist es viel schoener und waermer - dies wird auch die naechsten paar Tage gluecklicherweise so bleiben. Einige Kilometer vor Valdez kommt eine Abzweigung zum Ort wo das Erdoel von der Alaska-Pipeline in die Supertanker verladen wird. Wir wollen es uns anschauen, werden jedoch von Wachleuten daran gehindert (es duerfen nur autorisierte Fahrzeuge dort verkehren - sie haben Angst vor Terroranschlaegen... Auf dem Weg zum Checkpoint kommen wir an vielen Fluessen vorbei die ins Meer muenden, sie sind alle zum Bersten voll mit Lachsen, auch Weisskopfseeadler sehen wir einige. Im ganzen Tal riecht es nach verdorbenen Fischen, denn viele der Lachse die gelaicht haben, liegen nun tot an der Sonne - den Rest kann man sich ja so in etwa vorstellen...
Wir fahren nach Valdez und suchen einen Zeltplatz, dies erweist sich als ziemlich schwierig da es ueberall nur RV-Parks hat die sehr voll sind - da Lachssaison ist und alle ihr Glueck mit Fischen versuchen wollen. Nahe beim Zentrum finden wir jedoch einen RV-Park der auch noch einen kleinen Zeltplatz hat, der Bear Paw Campground. In der Rezeption des Parks sagt man uns Uncle Bob wuerde und zeigen wo wir campen koennen. Uncle Bob faehrt also mit seinem vierraedrigen Motorrad vor uns her und wir folgen ihm. Die paar Zeltplaetze liegen in einem Waeldchen auf einem kleinen Huegel. Sie sind super schoen, es hat zudem einen Aussichtspunkt und gute und saubere Duschen etc. Wir stellen unser Zelt auf und gehen dann noch etwas ins Dorf wo wir frische Fish n Chips geniessen.

5. 8, Di
Am Morgen besuchen wir das Dorf, unter anderem einen Secondhandshop in welchem wir einige CDs und andere Dinge kaufen. Dann machen wir eine Wanderung im Keystone Canyon, es ist eine super schoene Wanderung entlang einem frueheren Trail, auf welchem die Goldsucher von der Kueste ins Landesinnere gelangten. Es hat wahnsinnig viele riesengrosse Heidelbeeren... mmmmh. Auf der Heimfahrt koennen wir einen Weisskopfseeadler fotografieren der auf einem Telefonmast sitzt, es gibt ein ziemlich gutes Foto. Wir besuchen auch noch die Fischzucht wo Millionen von Lachsen aufgezogen und wieder im Meer freigelassen werden. Es ist echt wahnsinnig es hat momentan in den meisten Fluessen die sich hier ins Meer ergiessen mehr Lachse als Wasser - so etwas haben wir noch nie gesehen. Man sagt uns zudem, dass es einer der groessten Lachs-Runns sei den es je gab. Es sind im Moment alles Pink-Salmon, die grossen King-Salmon kommen vorher und die heissbegehrten Silver-Salmon nachher. Wir kehren zum Camp zurueck und gehen schlafen - normalerweise bin ich in der Nacht nie aufgewacht doch heute muss ich so gegen zwei Uhr mal aufs Klo, als ich das Zelt oeffne und an den Himmel schaue sehe ich, dass der ganze Himmel von gruenen Schwaden bedeckt ist die sich in rhythmischer Art bewegen - Nordlicht! Ich wecke sofort Luzia und wir gehen zum Aussichtspunkt unseres Campings um das Spektakel zu beobachten, die Linien oder Vorhaenge reichen vom einen Himmelsende zum Anderen, manchmal zuckt es und die Vorhaenge kollabieren, verwischen und finden sich zu einem neuen Fokus wieder zusammen, wirklich eindruecklich. Ich habe mir immer gewuenscht das Nordlicht zu sehen, doch wurde uns gesagt, dass es im Sommer selten auftritt, wir hatten wieder einmal Glueck.

6. 8, Mi
Heute wollen wir auch mal unser Glueck mit Fischen versuchen - wir fahren zum Hafen wo wir Angelruten mieten. Auf die Frage wo man am besten fischt antwortet man uns wir sollen auf die andere Seite des Meerarms fahren (Richtung OElverladestation) bis wir an einem Ort seinen an welchem gilt: 150 RVs and you!. Wir finden den Ort (Allison Point), allerdings hat es nicht sehr viele andere Leute da wie gesagt die Pink-Salmon nicht sehr beliebt sind. UEberall liegen tote Lachse die vor sich hin modern oder solche denen die Filets abgetrennt wurden (die Reste muss man liegen lassen fuer das Gleichgewicht der Natur!). Das Meer ist voller Lachse - man muss nur den Haken auswerfen und schon hat man einen Lachs gefangen. Allerdings kommt es sehr oft vor, dass man solche faengt die nur noch halb lebendig sind, oft verfaengt sich der Haken beim einholen sogar an toten Lachsen die im Wasser treiben. Man muss nur jene nehmen, die noch einigermassen kaempfen, jene haben noch nicht gelaicht und sind noch frisch. Nach 3 Stunden haben wir 3 schoene Fische gefangen, eigentlich hatten wir schon viel frueher genug aber wir haben dann weitergeangelt und die Fische dann jeweils wieder losgelassen. Ein aelteres Ehepaar zeigt uns wie man die Fische filetiert und leiht uns ihr Messer. Ich filetiere die Fische, wir packen das Fleisch ein und fahren zurueck nach Valdez. Dann gehen wir noch auf eine Wanderung an einem Fluss entlang. Es ist wiederum wunderbar, als es beginnt einzudunkeln gehen wir zurueck zum Camp. Dort fuellen wir OEl in unsere Pfanne und frittieren die zerteilten Lachs-Filets. Es ist gut, jedoch muessen wir auf die kleinen Geraete aufpassen die noch in den Stueckchen sind.

7. 8, Do
Wieder haben wir eine lange Fahrt vor uns die schon ein bisschen das Ende unserer Reise einlaeutet: wir fahren in Richtung Anchorage nach Palmer. Die Landschaft unterwegs ist einmal mehr atemberaubend, viele Gletscher, Fluesse, Ebenen und Waelder, die Strassen sind gewunden und gehen rauf und runter. Wir kommen auch bei einer riesigen Strassenbaustelle vorbei - natuerlich wieder mit Pilot-Car und dem ganzen drum und dran. Neben all den Maennern faellt uns eine blonde Frau auf, die in einem der Groessten Kipper rumfaehrt - auch kein alltaeglicher Anblick in dieser von Maennern dominierten Welt! In Palmer fahren wir an einem Burger King vorbei, das geht natuerlich nicht, also, wir kehren um und essen wieder einmal so richtig amerikanisch. Dann fahren wir ca. 5 km nach Sueden aus der Stadt heraus wo wie einen schoenen Zeltplatz an einem See finden. Wir stellen unser Zelt auf, bemerken dann aber, dass die Autobahn ziemlich in der Naehe ist - na ja, es gibt keine Alternative denn es ist bereits dunkel. Abends wollen wir noch in die Stadt fahren, kommen jedoch nach ca. 600 m bei einer Bar vorbei wo Caraoke night angeschrieben ist, wir entscheiden uns mal reinzuschauen. Die Bar heisst Funny Farm und gehoert Mike und Jane, wie wir sehr bald herausfinden. Es hat nur etwa 3 Gaeste, keiner singt. Alle scharen sich um uns und stellen sich vor, es scheint als waeren wir die ersten Auslaender die je in dieser Bar waren! Es ein super Abend, wir koennen einige der einheimischen Biere degustieren und werden noch mit Glaesern, T-Shirts, etc. beschenkt.

8. 8, Fr
Trotz einer langen Nacht erwachen wir sehr frueh, Grund dafuer ist die Autobahn die in der Naehe des Zeltplatzes durchgeht. Wir fahren nach Anchorage, schon bald wird die Strasse von grossen Lampen flankiert, der gemuetliche Highway wird vier-, dann sechsspurig. Wir sind definitiv wieder in der Zivilisation zurueck! Unsere Reservation in der Jugendherberge hat nicht funktioniert sodass wir im Reservezimmer uebernachten. Zum Glueck haben sie hier noch ein Reservezimmer! Am Nachmittag besuchen wir noch einige Secondhandshops, in einem ist gerade Aktion: T-Shirts 3 for a Dollar. Natuerlich kaufen wir viele Dinge ein, denn im Gegensatz zur Schweiz finden wir hier noch viele schoene und sehr wahrscheinlich fast nie getragene Kleider zu superguenstigen Preisen. Ein Mann um die 40 fragt Luzia noch nach ihrem Rat welche Hemden und Shirts er kaufen solle, er sagt uns er haette keine Frau und er muesse doch den Frauen ein wenig gefallen, deshalb solle sie ihm doch helfen bei der Auswahl. Auch ich werde um Hilfe bei der Auswahl gebeten, eine Frau fragt mich ob ein Shirt, das sie mir zeigt ihrem Sohn gefallen wuerde, es ist verblichen und gruen-rot gestreift - einfach scheusslich. Ich finde ein schoenes, fast neues Calvin Klein T-Shirt und gebe es ihr, sie solle das fuer den Sohn kaufen. Ihre Reaktion Oh no, hes gonna come home with girls!. Allerdings kauft sie es dann erstaunlicherweise doch!
Nach vielen erfolgreichen Einkaeufen fahren wir zur Jugendherberge zurueck und gehen in den Ausgang. In der ersten Bar (515 Club) hat es viele Einheimische, es herrscht eine gute Atmosphaere. Erwaehnenswert sind noch die Toiletten, es hat keine Trennwaende, was ich aus Asien kenne finde ich hier etwas komisch!

9. 8, Sa
Am Morgen raeumen wir all unser Zeug in unser Zimmer damit wir das Auto putzen koennen. Wir putzen es und bringen es zum Flughafen zurueck. Anschliessend fahren wir mit dem Bus ins Diamond-Center wo wie noch einige Souvenirs kaufen. Abends gehen wir in den New Sagayas Market essen. Dann packen wir unsere Sachen, vieles das wir nicht mehr benoetigen geben wir anderen Leuten die in der Jugendherberge wohnen. Das meiste ist am naechsten Morgen weg. Nach dem Packen gehen wir noch ans Meer wo wir noch einmal den Sonnenuntergang bewundern.

10. 8, So
Als Abschluss gehen wir noch einmal im Goose Lake baden. Das Wetter ist mit 30 Grad wieder so schoen und warm wie vor 5 Wochen als wir ankamen. Abends gehen wir wieder einen Salat essen im Sagayas. Um 11 Uhr abends holt uns das Taxi bei der Jugendherberge ab und bringt uns zum Flughafen - Goodbye Alaska!

11. 8, Mo
Der Flug von Anchorage nach Seattle ist schoen, wir haben viel Platz. Allerdings erwischen wir in Seattle irgendwie den falschen Ausgang und wir muessen nochmals das ganze Passkontrollprozedere durchlaufen. Das wuerde ja noch gehen doch es warten so viele Leute das die Warteschlange zweimal quer durch die ganze Halle geht. Wir warten und warten und erwischen im letzten Augenblick den vollbesetzten Flug nach New York. Der Flug von New York nach Zuerich ist super, wir koennen einen wunderbaren Sonnenaufgang mit verfolgen.
In Zuerich trifft uns dann der Schock - die Durchsage des Piloten In a few minutes we are arriving at Zuerich, the weather is nice at a temperature of 35!!!!! degrees. Wir koennen es kaum fassen, vom ganzen Horrorsommer haben wir nichts mitbekommen. Alles ist braun, und verdorrt, man darf kein Wasser mehr fuer den Garten oder fuers Bad verwenden!



Informationen zu Alaska gibt es unter anderem hier:
(www.travelalaska.com)