round the world 2013 2014

Einfuehrung

Hier findet ihr den Reisebericht und Geschichten unserer 7-monatigen Round-The-World Reise!

Dubai

Am zweiten November ist es endlich soweit und unser Flug nach Dubai steht vor der Tuere. Nach langer Vorbereitungszeit geht es gegen Abend zum Flughafen Zuerich wo wir kurz vor 22 Uhr mit Emirates Airlines nach Dubai fliegen. Die erste Panik kommt schon nach der Gepaeckkontrolle auf als Martins Pass verschwunden ist, allerdings hat es sich dieser bloss etwas weiter unten im Handgepaeck gemuetlich gemacht - alles o.k.
Der Flug ist gepraegt von sehr gutem Essen und schreienden Kindern - und einem Sternenhimmel im Gang.
Am 3. November kommen wir muede aber gluecklich in Dubai an. Mit einem speziellen Taxi fuer Frauen und Familien gelangen wir zum Suha City Hotel wo wir nochmals zwei Stunden schlafen. Nun sind wir wieder fit um die Stadt zu erkunden. Als erstes besuchen wir das Dubai Museum, dann den Gewuerzmarkt und das Heritage Village wo alte Gebauede und Braeuche gezeigt werden. Den Fluss ueberqueren wir dabei mit Abras - kleinen hoelzernen Wassertaxis.
In den naechsten Tagen besuchen wir den Burj Khalifa - mit 828 Metern das hoechste Gebaeude der Welt. Die Aussichtsplattform erreichen wir mit einem Lift der uns auf ca. 450 Meter katapultiert - ganz schoen hoch.
Ebenfalls atemberaubend ist die Mall of Dubai, das weltgroesste Einkaufzentrum mit 1200 Shops und einem riesigen Aquarium mit Haifischen, Rochen - ganz nebenbei mit der groessten Scheibe der Welt. Daneben hat es auch einen grossen Indoor-Wasserfall. Abends treffen wir Wafa (eine Freundin von Corinne) und deren Cousine zu einem libanesischen Essen mit Aussicht auf den Burj Khalifa und die Wasserspiele vor der Mall.
Tags drauf werden wir zu einer Safari in der Wueste eingeladen. Dabei fahren wir als erstes mit Quads durch den Sand bevor es mit unserem Fahrer und seinem fetten Landcruiser in atemberaubender Weise durch die Duenen geht (ps: Martin wusste nicht, dass man auch im Auto seekrank werden kann....). Nach der Fahrt gibt es in einem Wuestencamp ein feines Essen mit diversen Tanzeinlagen.
Zum Abschluss besuchen wir die Mall of Emirates mit der groessten Indoor Ski-Halle sowie die kuenstliche Inseln von 'The Palm Jumeirah'.
Zusammenfassend koennen wir sagen, dass wir Dubai sehr faszinierend finden, die riesigen Gebaeude, die Metros ohne Fahrer, die wahnsinnige Vielfalt an Einkaufsmoeglichkeiten und den Kontrast zwischen Tradition und Moderne.


Thailand 1

Bangkok

Nach einem weiteren Uebernachtflug mit Emirates kommen wir in Bangkok an. Als erstes faellt uns der Linksverkehr und der Stau auf. In der Stadt hat es sehr viele Leute, es ist ziemlich laut und man wird von allen Seiten angesprochen. Meistens wird einem dabei ein Taxi, eine Tour, ein Massanzug angeboten. Unser Hotel liegt neben der Khaosan Road wo wir unsere erste frische Kokosnussmilch schluerfen - mmmmh.
Am naechsten Morgen gehen wir zusammen mit Eveline (Tochter von Martins Gotte) zu einem schwimmenden Markt. Dieser ist ziemlich touristisch aber dennoch interessant. Einige Frauen verkaufen Fruechte aus ihren Booten, andere Souvenirs.
Nachmittags besuchen wir in Bangkok mehrere Tempel, am besten gefaellt uns der Wat Suthat. Neben ein paar Sehenswuerdigkeiten gibt es in Bangkok ein riesiges Angebot an Essen und Restaurants. Auch die Verkehrsmittel sind vielfaeltig: Faehre, Taxi, Tuktuk, Bus etc.

Ayutthaya

Am 10. November machen wir uns frueh morgens mit dem Taxi auf den Weg zum Bahnhof. Von dort fahren wir mit dem Zug nach Ayutthaya (3. Klasse, ca. 1.5 Stunden, 20 Baht - entspricht 60 Rappen). Vor dem Einsteigen lernen wir Linus aus Schweden kennen welcher uns den Tag durch begleitet. Wir besuchen in Ayutthaya viele wunderschoene Tempel und Tempelruinen. Spaeter setzen wir uns in ein kleines Restaurant am Fluss, dort entdeckt Corinne einen Waran im Wasser (eine ca. 1.5m grosse Echse).
Abends essen wir in einem netten Strassenrestaurant. Diese werden jeden Nachmittag von neuem aufgebaut und servieren eine Vielfalt an lokalen Koestlichkeiten. Unser Hotel 'Luang Chumni Village' ist ein herziges kleines Hotel mit wunderschoenen Zimmern und nettem Personal.

Surin

Die Stadt Surin erreichen wir am 12. November nach einer 7.5 stuendigen Zugsfahrt (2. Klasse, 255 Baht). Die Fahrt ist interessant: die Fenster und Tueren sind alle offen, bei jedem groesseren Ort steigen Haendler ein die lauthals ihre Waren (Fleischspiesse, Reisgerichte, Getraenke, Fruechte etc.) anpreisen. In Surin gibt es sonst nicht allzu viel und fuer das jaehrlich stattfindende Elefantenfest sind wir eine Woche zu frueh.

Doerfer im Isan

Am 13. November werden wir morgens vom Taxi abgeholt. Da der Taxifahrer kein Englisch spricht kommt die halbe Hotelcrew zu Hilfe. Mit vereinten Kraeften legen wir die Route (400km) fest. Zuerst fahren wir nach Ban Tha Sawang, einem Seidenweberdorf. Dort koennen wir Frauen beim Weben von Seidentuechern zuschauen. Pro Webstuhl sind 4 Arbeiterinnen notwendig um die komplexen Muster zu ermoeglichen. Dann geht es weiter nach Ban Khwao Sinarin wo Silberschmuck hergestellt und verkauft wird. Von dort geht die Fahrt weiter nach Khun Han wo es einen beeindruckenden Glastempel gibt (Wat Lan Khuat). Der Tempel und alle anderen Gebaeude der weitlaeufigen Anlage sind aus leeren Glasflaschen gebaut. Im gleichen Dorf essen wir mit unserem Fahrer in einem Strassenrestaurant zu Mittag und erfahren die Schaerfe von der Kueche der Isan Region am eigenen Leibe - huh ist das scharf! Durch weitlaeufige Reisfelder mit Wasserbueffeln und Lotusblumen geht die Fahrt nach Ubon Ratchathani. Diese Stadt ist gut gelgegen fuer den Grenzuebertritt nach Laos, sonst gibt es eigentlich nicht viel.


Laos

Champasak

Am 14. November ueberqueren wir die Grenze nach Laos bei Chong Mek. Von der Grenze aus nehmen wir einen Minibus nach Pakse. Unser Gepaeck wird auf der hintersten Reihe verstaut und ein Passagier muss sich den Platz mit Martins grossem Rucksack teilen. In Pakse essen wir ein feines Gericht (Reis mit Gemuese) auf dem lokalen Markt. Anschliessend geht es in einem Sorngtaaou (ein Lieferwagen mit zwei Sitzreihen auf der Ladeflaeche welche ueberdacht sind) nach Champasak. Dort haben wir ein schoenes Bungalow im Inthira Hotel. Champasak ist ein herziges Dorf auf dem Land mit vielen kleinen Restaurants. Von den vielen Schulkindern wir man immer freundlich gegruesst. Die sehenswerten Tempelruinen des Wat Phou befinden sich 11 km entfernt. Wir erreichen diese mit gemieteten Fahrraedern, Martins Fahrrad war ca. 20cm zu klein und verlor fast das eine Pedal. Trotz diesem Umstand und einsetzendem Regen erreichen wir die Ruinen und geniessen den schoenen Ausblick und die kurze Wanderung vorbei an Reisfeldern, Hibiskus-Bueschen und Durian-Baeumen. Nach einem feinen Abendessen (Stickyrice mit Ingwer-Poulet) sehen wir am Nachbarbungalow einen Tokeh (ca. 30cm grosser Gecko mit roten Punkten).

4000 Inseln

Am Morgen vom 16. November werden wir vom Tuktuk abgeholt und zum Boot gebracht. Das kleine Boot wird mit 10 Touristen und deren Gepaeck gefuellt. Am anderen Mekongufer warten wir mehr als eine Stunde auf einen heissen und ueberfuellten Bus, mit diesem gelangen wir nach Ban Nakassang wo wir mit einem weiteren Boot auf die Insel Don Khon gebracht werden.
Don Khon ist eine ruhige und gemuetliche Insel ohne Autoverkehr im Gebiet der 4000 Inseln (Si Phan Don). Als erstes trinken wir eine frische Kokosnussmilch, danach beziehen wir unser Bungalow mit Hangematte auf dem Balkon und Ausblick auf den Mekong. Wir laufen den Reisfeldern entlang uns sehen viele Wasserbueffel. Abends essen wir jeweils in kleinen Restaurants mit Terrassen ueber dem Mekong. Am naechsten Tag laufen wir zum beeindruckenden Somphamit Wasserfall. Tags darauf fahren wir mit dem Fahrrad zu einem Punkt von wo aus man die seltenen Irrawady-Delfine sehen kann, wir sehen jedoch keine. Unsere Fahrradtour bringt uns auch noch ueber die alte Eisenbahnbruecke nach Don Det, der kleineren und lauteren Nachbarinsel.


Kambodscha

Ratanakiri

Am 19. November werden wir von einem Motorrad mit Seitenwagen abgeholt, danach geht es per Boot nach Ban Nakassang wo wir in einen ueberfuellten Minivan steigen. Die 20 km bis zur Grenze sind schnell zurueckgelegt, dort warten wir allerdings drei Stunden auf den Bus fuer die Weiterfahrt nach Stung Treng im Norden Kambodschas. Da der Bus nicht kommt, fragen wir die Fahrer eines Lexus, die soeben an der Grenze ein paar Moenche ausgeladen haben, ob sie uns nach Stung Treng mitnehmen wuerden. In Stung Treng finden wir ein Auto, welches uns nach Ban Lung bringen sollte, allerdings sprudelt bereits nach 15 der 150 km das Kuelwasser ueber. Der Fahrer haelt einen bereits uebervollen Minivan an wo wir mitsamt unserem Gepaecks noch reingequetscht werden. Im Innern des Vans befinden sich neben 13 Personen noch 2 Roller, unzaehlige Saecke mit Ananas, Suesskartoffeln, Limetten etc. unter unseren Fuessen befinden sich zudem unzaehlige Gurken. In Ban Lung angekommen, werden wir per Motorrad-Taxi zum Hotel gefahren. Die Tree Top Ecolodge ist am Rande Ban Lungs gelegen, die schoenen Bungalows sind im Wald verteilt und die Terrasse des Restaurants bietet eine schoene Aussicht.
An Martins Geburtstag, dem 20. November, mieten wir ein Tuk-Tuk fuer den ganzen Tag. Dieses bringt uns zu drei schoenen Wasserfaellen im Wald, zu Doerfern von Minoritaeten und zu einem Kratersee, den wir umwandern. Am Morgen sehen wir vor unserem Bungalow eine roetlich-braune Schlange, die in einem Erdloch haust. Abends, als wir in unser Bungalow zurueckkehren, sitzen zwei Froesche auf unserer Waescheleine, auf welcher unsere Waesche trocknet. Keine Ahnung wie die da raufgekommen sind.
Am 21. November startet unser Dreitages-Trek. Mit 7 weiteren Touristen werden wir von einem Pick-Up abgeholt und zu einem Fluss gefahren. In Longtail-Booten geht es dann ca. 1 Stunde flussaufwaerts. Unterwegs sehen wir eine Wasserschlange und laden in einem kleinen Dorf unseren lokalen Guide auf. Vom Ufer laufen wir durch Reisfelder zu einer Reisfarm, wo wir zu Mittag essen. Weiter geht es dann waehrend 2 Stunden durch Bambuswald in die Huegel. Bei einem Wasserfall im Wald schlagen wir unser Nachtlager auf. Wahrend unsere Guides die Haengematten montieren und das Nachtessen vorbereiten, schwimmen wir im kleinen Seelein unterhalb des Wasserfalls. Zum Essen werden auf dem Feuer lokale Gerichte gekocht. Das eine Gericht wird dabei in einem dicken gruenen Bambusrohr gekocht. Dieses wird ins Feuer gestellt und muss hauefig gedreht werden, damit der Bambus kein Feuer faengt. Auch unsere Trinkbecher und Essens-Staebchen sowie Ruehrloeffel werden ebenfalls aus Bambus gefertigt. Nach dem Eindunkeln gehen die Guides erfolgreich auf die Jagd (mit der Steinschleuder). Es werden zum Nachtisch Froesche und kleine Fische grilliert und dazu Reiswein ausgeschenkt. Zum Zirpen der Zikaden und dem blinken vorbeifliegender Leuchtkaefer schlafen wir in den Haengematten ein.
Am naechsten Morgen wartet dann die naechste Beute - ueber Nacht wurden Fallen gestellt und Netze im Bach verlegt. Neben Nudeln mit Gemuese gibt es noch gebratene Ratte, Frosch, Schlange und Fisch. Die Wanderung beginnt mit einem ziemlich steilen Aufstieg, dann teilt sich unsere Gruppe, da die anderen Touristen nur zwei Tage unterwegs sind. Wir sind also ab sofort mit Yok unserem Guide und unserem lokalen Guide zu viert unterwegs. Die ca. 5 stuendige Wanderung fuert uns durch einen schoenen Wald. Leider treffen wir auch immer wieder auf Holzfaeller und von den Tieren sehen wir nicht viel. Unterwegs entdeckt Yok eine Leckerei - grosse rote Ameisen. Martin schmecken diese nicht so sehr. Bei einem Baum halten wir, um dessen Harz zu entnehmen, dieses sammelt sich einer Art in den Baum gehacktes Becken. Um die Harzproduktion anzuregen, wird dieses angezuendet. Weiter sehen wir noch eine ca. 2m hohe fleischfressende Pflanze. An einem Fluss wird Gemuese und Reis ueber dem Feuer gekocht.
Am spaeteren Nachmittag erreichen wir das Dorf, wo wir im Meeting-Haus wiederum in unseren Haengematten uebernachten. Vor dem Meeting-Haus trifft sich allerdings abends die Dorfjugend mit ihren Rollern, was ziemlich laut ist.
Am letzten Tag unseres Trekking besuchen wir das Dorf inklusive Schule und Friedhof. Wenn jemand stirbt, muss die Familie zwei oder mehr Wasserbueffel opfern und auf dem Friedhof ein kleines Haeuschen errichten. Mit einem Boot geht es dann flussabwaerts und weiter auf einem Roller. In einem kleinen Dorf werden wir von den Bewohnerinnen zum Pomelo essen eingeladen. Im naechsten Dorf sehen wir wie Frauen mit einfachsten Mitteln Tuecher und Schals mit schoenen Mustern weben. Das letzte Ziel war das Dorf, wo unser Guide Yok in einem selbstgebautem Bambushaeuschen zusammen mit seiner Frau und den zwei Kindern wohnt. Seine Frau kocht fuer uns ein einfaches und leckeres Mittagessen. Zurueck im Tree Top freuen wir uns ueber die Dusche und ein kuehles Bier. Am naechsten Tag fahren wir via Kratie nach Phnom Penh.

Phnom Penh

Am 25. November kommen wir in Phnom Penh an, der Hauptstadt Kambodschas. Im Gegensatz zum laendlichen Leben herrscht hier sehr viel Betrieb, die Strassen haben weniger Schlagloecher und es ist relativ sauber, allerdings hat es auch sehr viel mehr Verkehr. Letzterer besteht aus einer Mischung von Fahrrad-Rikschas, Tuk-Tuks, Roller, Motoraeder, Essensstaenden auf Wagen die gestossen werden, Autos, Ochsenwagen, Bussen und Lastwagen. Entlang den Strassen gibt es unzaehlige kleine Restaurants, die jeweils am Abend auf- und wieder abgebaut werden. Auch Maerkte gibt es viele, denn vieles wird hier auf der Strasse ge- und verkauft. Supermaerkte gibt es sehr wenige.
In Phnom Penh besichtigen wir das Nationalmuseum (hier sind viele wunderschoene alte religioese Statuen ausgestellt), das Tuol-Sleng Museum (eine ehemalige Schule, welche waehrend der Herrschaft der Roten Khmer zum brutalen Gefaengnis umfunktioniert wurde), die Killing Fields von Choeung Ek (hier erfahren wir etwas ueber die sehr traurige Vergangenheit des kambodschanischen Volkes), Wat Phnom (ein schoenes Kloster auf einem kleinen Huegel).
Zur Entspannung besuchen wir eine Seeing-Hand Massage wo Blinden eine Arbeitsmoeglichkeit und uns eine Ruecken-Nacken Massage geboten wird. Auf den Maerkten und in den Restaurants gibt es auch hier Skurriles: Martin probiert Heuschrecken und frittierte Taranteln.
Einen Tag besuchen wir eine Kochschule wo wir in die Kunst der Khmer-Kueche eingefuert werden. Die Hightlights waren: Fruelingsrollen, Bananenbluetensalat mit Poulet, Fisch-Amok (in Bananenblaetterkoerbchen gekocht) und Sticky-Coconut-Reis mit Mango.

Fahrt nach Siem Reap

Am 29. November werden wir vom Taxi abgeholt und fahren nach Kampong Thom. Dort erreichen wir ueber eine holprige Dreckstrasse die Tempel von Sambor Prei Kuk, die im Wald verteilt liegen. Es ist ruhig, gemuetlich und hat sehr wenige Touristen dort. Einige Kinder wollen uns Schals verkaufen. Die Tempel stammen teilweise aus dem fruehen 7., andere aus dem 9. Jahrhundert, sehr eindruecklich. Spaeter geht unsere Fahrt weiter nach Siem Reap, wo wir in einem sehr schoenen kleinen Hotel (Travellers Inn) uebernachten.

Siem Reap

Im Gegensatz zu den vorher besuchten Orten in Kambodscha ist Siem Reap sehr touristisch. Grund dafuer sind die Tempel von Angkor, welche auch wir besuchen: am ersten Tag machen wir eine kleine Tour. Per Tuk-Tuk werden wir zuerst zu Angkor Wat gefahren. Angkor Wat wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist gemaess unserem Reisefuehrer das groesste religioese Gebaeude der Welt. Neben den eindruecklichen Tuermen und dem Wassergraben, welcher die ganze Anlage umgibt, gibt es auch sehr schone Wandreliefs. Diese erzaehlen unterschiedlichste Geschichten vom Bau der Anlage, Eroberungen etc.
Weiter geht es nach Angkor Thom, zu welchem unter anderem die Tempel Bayon und Baphoun gehoeren. In Bayon gibt es gemaess Reisebuch 54 Tuerme mit total 216 riesigen in Stein gehauenen Gesichtern von Avalokiteshvara. Weiter geht es zu Ta Keo und Ta Prohm. Letzterer wurde im Jahr 1186 errichtet. Heute sind viele Waende von alten Baeumen umschlungen. Den ganzen Tag wird man von diversen Verkaeufern angesprochen, am Abend jedoch fast belagert.
Am zweiten Tag besuchen wir ein paar Tempel weiter ausserhalb von Siem Reap. Am Nachmittag besuchen wir nochmals Bayon und Angkor Wat, um weitere Fotos zu machen, da uns diese beiden Anlagen am besten gefallen. Beim Herumwandern in den Tempelanlagen sehen wir viele freilebende Affen und auch noch eine kleine Schlange. Abends fahren wir zu Phnom Bakheng, von dort hat man einen guten Ausblick auf den spektakulaeren Sonnenuntergang.
Zurueck in der Stadt buchen wir in einem Reisebuero einen Flug nach Kuala Lumpur (Malaysia), da es in Bangkok (unserem eigentlichen Ziel) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten gekommen war. Die Zeit bis zum Flug (2 Tage) verbringen wir in Siem Reap mit Relaxen.

Malaysia 1

Kuala Lumpur - KL

Leider wird irgendwo an einem der Flughaefen aus Martins Rucksack eine Memorykarte (mit Fotos) gestohlen. Zum Glueck haben wir ein Backup gemacht!
Das erste, was uns in Kuala Lumpur auffaellt, sind die guten Strassen und die vielen Autos (keine Tuk-Tuks, nur wenig Roller und Motorraeder, keine Ochsenkarren). Nachmittags besuchen wir in Chinatown ein altes chinesisches Teehaus sowie einen farbigen Hindutempel, in welchem gerade eine Zeremonie stattfindet. Wir buchen einen Bus fuer den darauf folgenden Tag (nach Tanah Rata in den Cameron Highlands). Neben unserem Hostel hat es ein sehr feines indisches Restaurant, wo wir uns noch verpflegen.

Cameron Highlands

Mit einem sehr komfortablen Bus fahren wir von KL nach Tanah Rata in den Cameron Highlands. Anfangs geht es vorbei an endlos erscheinenden Palmoel-Plantagen, dann eine sehr kurvenreiche Strasse hinauf in die Berge mit immer dichter werdendem Regenwald. In Tanah Rata auf 1500 Meter Hoehe ist es einiges kuehler. Wir beziehen unser schoenes Zimmer im 'Gerards Place'. Das Guesthouse ist wie eine grosse WG - abends sitzt man gemeinsam mit den anderen Gaesten im Wohnzimmer und diskutiert Wanderrouten etc. Eines Abends duerfen wir eine sogenannte Wunderbeere (Miracleberry) kosten - nach dem Verzehr dieser kleinen Beere schmeckt ALLES (ja, selbst eine Zitrone) angenehm suess und man kann eine ganze davon verspeisen.
Einmal unternehmen wir eine Wanderung durch den Dschungel - manchmal muessen wir dabei unter umgefallen Baeumen hindurch oder aber darueber hinweg klettern. Der Weg fuert uns anschliessend durch eine Gemuesefarm und schliesslich zu einer Teeplantage. Nach der Besichtigung der Teefabrik moechten wir die Aussicht geniessen, doch leider verhindert aufkommender Nebel diese zunehmend. An einem anderen Tag nehmen wir an einer Tour durch den Mossy-Forrest (den Moos-Wald) teil. Dieser Teil des Waldes liegt auf ca. 2000 Meter Hoehe und ist fast das ganze Jahr im Nebel, dadurch gibt es hier sehr viel Moos. Zudem sehen wir schoene Orchideen, fleischfressende Pflanzen (sogenannte Monkey-Cups) und lernen viel ueber diverse Dschungelpflanzen.
Neben der Natur gibt es auch viele kulinarische Koestlichkeiten zu entdecken, zum Beispiel das Nudelgericht Mee Goreng Mamak oder aber ein chinesisches Fondue mit dem Namen 'Steamboat' bei welchem unterschiedlichste Zutaten (Qualle, Poulet, Rind, Gemuese, Nudeln, Ei) in einer Suppe auf dem Tisch gekocht werden.

Penang

Am 9. Dezember geht unsere Reise weiter nach Georgetown auf der Insel Penang. Im 'Old Penang Guesthouse' wohnen wir in einem sehr kleinen Zimmer. Penang ist bekannt fuer sein sehr gutes und vielseitiges Essen, allerdings hat Corinne mit ihrer Wahl meistens etwas Pech (Blutwurst-Nudeln, rohe Tintenfische etc.), sodass wir oft auch in indische Restaurants ausweichen. In Penang gibt es ein Kunstprojekt namens 'Mirrors Georgetown': etwa 20 Hausmauern sind mit Bildern bemalt. Neben den Malereien gibt es zudem noch diverse Eisenskulpturen. Penang war schon frueh multikulturell, sodass wir Tempel von verschiedenen Religionen besuchen koennen (z.B. den Kek Lok Si Tempel, welcher auf einem Huegel liegt und sehr farbig ist). Des Weiteren besuchen wir eine Schmetterlingsfarm und den 'Tropical Spice Garden'. An unserem letzten Tag in Penang werden wir morgens von Thorsten abgeholt, den wir in den Cameron Highlands kennengelernt hatten und der in Georgetown wohnt. Mit ihm fahren wir zu einem Stausee und zum Botanischen Garten, wo wir viele wilde Tiere beobachten koennen (Warane, Schildkroeten, eine gruene Baumechse, Streifenhoernchen, grosse schwarze Eichhoernchen mit buschigen Schwaenzen, Makaken und schwarze Affen). Die letzte Nacht verbringen wir in einem wunderschoenen Boutique-Hotel (23 Love Lane).

Thailand 2

Grenzuebertritt

Am 13. Dezember am Morgen beginnt unsere abenteuerliche Reise nach Ko Tarutao im Sueden von Thailand. Zuerst fahren wir mit einem Bus zur Faehre, welche uns nach Butterworth bringt. Dort besteigen wir einen Bus nach Alor Setar. Mit einem Taxi geht es weiter nach Kuala Perlis an der Grenze. Beim warten auf das Boot koennen wir Schlammspringer (amphibisch lebende Fische) und Krebse beobachten. Das Schiff bringt uns nach Satun im Sueden von Thailand. Von der Grenzkontrolle zum Busbahnhof nehmen wir einen Songteau. Weiter geht es dann mit einem Minibus nach Langu, wo wir von einem netten jungen Thai im Auto nach Pak Bara mitgenommen werden. Das Boot von Pak Bara nach Ko Tarutao faehrt nur einmal pro Tag, so muessen wir eine Nacht in Pak Bara verbringen. Dort findet gerade ein Fischerfestival statt.

Ko Tarutao

Mit einem Schnellboot erreichen wir nach ca. 30 Minuten Fahrt die Insel Ko Tarutao, welche zum Ko Tarutao Marine Nationalpark gehoert. Die Insel ist ca. 10km breit und 30km lang und wird von ca. 50 Personen bewohnt. Ko Tarutao ist huegelig und groesstenteils von dichtem Wald ueberwachsen. Zwei Restaurants versorgen die Bewohner und die wenigen Touristen mit Essen. Strom gibt es von 18 - 24 Uhr.
Auf Ko Tarutao schwimmen wir im Meer und liegen an kilometerlangen menschenleeren weissen Sandstraenden. An einem Tag mieten wir zwei Fahrraeder und fahren zum Ao Son Strand. Der Weg ist teilweise sehr steil und holprig. Von Ao Son laufen wir durch den Dschungel zu einem Wasserfall, wir erreichen ihn jedoch nicht, da die Wanderung dorthin zu schwierig ist. Nach ca. der Haelfte des Weges finden wir im Bach einen Pool, in welchem wir baden koennen - sehr erfrischend!
An einem anderen Tag mieten wir ein Kayak und machen uns auf den Weg durch die Mangroven zum Crocodile-Cave. Sandrine und Olivier begleiten uns. Nach ca. 45 Minuten paddeln, erreichen wir die Hoehle. Dort liegen zwei weitere Kayaks bereit fuer die Hoehlenbesichtigung. Mit vereinten Kraeften koenenn wir diese mehr oder weniger gesunkenen Kayaks vom Wasser befreien und damit die eindrueckliche Tropfsteinhoehle mit den vielen Fledermaeusen besichtigen.
Am letzten Tag auf Ko Tarutao werden wir von einem Lastwagen zum 12km entfernten Ao Talo Wao Strand gefahren, wo sich eine spezielle Felsformation im Meer befindet. Auf dem Weg dorthin sehen wir mehrere, zum Teil riesige, Warane die Strasse ueberqueren. Vom Felsen an der Kueste aus beginnt unsere Wanderung zurueck ins Dorf. Unterwegs sehen wir sehr viele schwarze Affen, schwarze Eichhoernchen, Nashornvoegel, Paradiesvoegel, Bienenfresservoegel und verschiedene Schmetterlinge in den unterschiedlichsten Farben.

Ko Lipe

Nach drei Tagen in der Abgeschiedenheit auf Ko Tarutao gelangen wir wiederum mit einem Speedboat nach Ko Lipe. Diese kleine Insel im aeussersten Suedwesten Thailands ist, obwohl sie nur 1 Stunde von Ko Tarutao entfernt liegt, total anders. Trotz der viel geringeren Groesse der Insel ist sie viel touristischer und die paar wenigen Strassen sind von Restaurants, Massagesalons, Reisebueros, Guesthouses und Hotels nur so vollgestopft. Unser Bungalow liegt zwischen zwei Straenden auf einem kleinen Huegel, sodass es doch noch relativ ruhig ist dort. Grund fuer die Beliebtheit Ko Lipes sind die wunderschoenen Straende, weisser Sand, Kokosnusspalmen und tuerkisblaues klares Wasser machen diese in der Tat zu einer wahren Augenweide. Am ersten Abend wandern wir von der Sunrisebeach zur Sunsetbeach wo wir einen wunderbaren Sonnenuntergang geniessen.
Am naechsten Morgen gehen wir auf eine Schnorcheltour zu ein paar Inseln, die um Ko Lipe liegen. Zusammen mit 5 anderen Touristen (2 Malayen und drei Schweden) werden wir mit einem Longtailboot von einem Schnorchel-Spot zum anderen gefahren. Gut ausgeruestet mit Schwimmweste, Flossen, Taucherbrille und Schnorchel geht es dann mehrheitlich in Kuestennaehe auf Unterwasser-Erkundungstour. Die Sicht ist aufgrund des klaren Wassers super, und wir sehen jede Menge farbige Fische, unter anderem sehen wir auch orange-weisse Clownfische, die in Seeanemonen und Korallen umherschwimmen, gruen-blaue Papageifische, welche Korallen abknabbern, blau leuchtende Riesenmuscheln, Seeschlangen, Rochen, und viele weitere Fische in allen moeglichen Farben und Formen. Auch eine Muraene sehen wir von sehr nahe, als wir ueber einen korallenbesetzten Felsen hinwegschwimmen. Mittags halten wir an einem schoenen weissen Sandstrand, bevor wir dann nachmittags abermals zu weiteren Schnorchel-Spots gebracht werden.
Am naechsten Morgen merken wir, dass wir wohl aufgrund der atemberaubenden Schnorchel-Erlebnisse, nicht sehr konsequent waren mit dem wiederholten Auftragen von Sonnencreme. Unsere Beine danken dies mit einer relativ stark ausgepraegten Roetung...
Am spaeteren Morgen fahren wir dann mit dem Speedboat zurueck nach Malaysia, auf die Insel Langkawi.

Malaysia 2

Langkawi

Die Fahrt von Ko Lipe nach Langkawi entpuppt sich als der reinste Horror-Trip. Der Fahrer des Speedboats moechte uns 11 Touristen wohl damit beeindrucken, moeglichst schnell nach Langkawi zu gelangen. Eine nicht ganz ruhige See und die wahnsinnig hohe Geschwindigkeit des Bootes machen die Fahrt sehr 'holprig'. Vor allem Martin ist sehr froh, als wir dann nach einer Stunde Fahrt wieder festen Boden unter den Fuessen haben. Allerdings ist ihm dann so schlecht, dass er waehrend 1.5 Tagen fast nichts essen kann. Nachdem wir die Grenzformalitaeten erledigt haben und wir bei unserer Unterkunft angekommen sind, gehen wir kurz ins nahe gelegene Dorf. Viel zu sehen gibt es dort allerdings nicht. Da es schwierig ist auf Langkawi fuer weitere Tage eine Unterkunft zu finden, buchen wir am selben Abend einen Flug nach Kuala Lumpur fuer den naechsten Tag.

Kuala Lumpur

Mit einer Stunde Verspaetung verlassen wir Langkawi per Flugzeug und kommen nach kurzen 50 Minuten in Kuala Lumpur an. Mit dem Zug geht es dann in die Innenstadt. Die geringe Essenszufuhr in den letzten 1.5 Tagen machen sich bei Martin nun mit heftigen Bauchkraempfen bemerkbar. Nach einem kurzen Arztbesuch geht es mit ein paar Medikamenten im Gepaeck zu unserem Hotel. Tags drauf fahren wir zum KLCC, einem grossen Einkaufszentrum in der Naehe der Kuala Lumpur Petronas Towers. Nachdem wir beim Schnorchelausflug auf Ko Lipe keine Kamera dabei haben konnten, kauft sich Corinne eine kleine Unterwasser-taugliche Kamera, die wir dann beim Schnorcheln in Australien verwenden koennen! Neben dem KLCC findet gerade ein Comic-Festival statt, was dazu fuehrt, dass viele junge Leute in farbenfrohen Kostuemen umherspazieren und sich gerne damit fotografieren lassen.

Melaka

Am 23. Dezember fahren wir mit dem Taxi von Kuala Lumpur nach Melaka. Diese Stadt hat eine reiche Geschichte und diverse Kolonialmaechte waren bereits hier. Chinesen, Briten, Portugiesen und Hollaender. Dies fuehrt zu einer speziellen Architektur - eine Art Mischung aus asiatisch und europaeischen Einfluessen. Melaka ist bei Malaysier und auch Touristen ein sehr beliebtes Ausflugsziel, so hat es auch in der ganzen Altstadt eine immens hohe Dichte an kleinen Boutiquen, Restaurants, Museen und Hotels. Wir uebernachten in einem alten Handwerker-Reihenhaus, welches der Sohn der ehemaligen Besitzer nun als Uebernachtungsmoeglichkeit vermietet. Nachmittags besichtigen wir eine Birds-Nest-Factory, dort werden Schwalben gehalten und deren Nester, die vor allem in China als Starkmacher gelten, gesaeubert und zum Verzehr verkauft. Eine Schachtel mit 10 kleinen Nestern der hoechsten Reinheits-Stufe kann dabei schnell mal 1000 Franken kosten!
Von Melaka fahren wir zurueck nach Kuala Lumpur, wo wir noch zwei Tage verbringen bis es weitergeht nach Australien.

Australien

Westaustralien

Am 28. Dezember startet die zweite Etappe unserer Reise. Von Kuala Lumpur fliegen wir 5h nach Perth in Western Australia (ohne Zeitverschiebung und ohne Jetlag!). An unserem ersten Abend in Perth geniessen wir nach langer Zeit wieder einmal 'Western Food' - eine Pizza und ein gruener Salat - mhmm. In Perth treffen wir uns mit Colin, welcher uns das Paket mit unserem Zelt und dem Kocher bringt (wir hatten diese Dinge vor unserer Abreise von der Schweiz nach Australien geschickt), jetzt sind wir ausgeruestet zum Campen. Am 30.12. koennen wir dann unser Auto (Toyota RAV4) abholen. Zuerst muessen wir uns an das Fahren auf der 'falschen Seite' gewoehnen, mit der Zeit geht das dann ganz gut. Unser erstes Ziel ist das Pinnacles Desert (Nambung Nationalpark) mit speziellen Felsformationen, sehr eindruecklich! Auf dem Weg von den Pinnacles zum Zeltplatz sehen wir auch schon unser erstes (lebendes) Kaenguruh.
Das naechste Ziel ist Kalbarri, ein kleiner Ort am Meer mit eindruecklichen Klippen, sowie einem Nationalpark mit riesigen Schluchten. Auf dem Camping wohnen viele Galahs (weiss-grau-rosa Papageien), welche ziemlich laut sind. Im Kalbarri NP machen wir eine Schluchtenwanderung: 'The Loop und Nature's Window'. Diese schoene Wanderung ist 8 km lang und dauert 3.5 h. Dabei haben wir eine schoene Aussicht ueber die Schlucht, einen Teil gehen wir im fast ausgetrockneten Flussbett (Billabong). Unterwegs sehen wir mehrere Kaenguruhs davonhuepfen. Allerdings muessen wir uns noch etwas ans Wandern bei ueber 30 Grad gewoehnen!
Am 3. Januar fuehrt uns unsere Reise weiter nach Monkey Mia. Unterwegs machen wir eine Pause im Billabong-Roadhouse, wo wir einen sehr leckeren und teuren (10 Dollar) Wrap essen. Weiter gehts zum Hamelin's Pool, wo es viele Stromatolithen hat (lebende Fossilien, von Cyanobakterien gebildet), danach schauen wir bei Shell-Beach vorbei (ein Strand aus vielen kleinen weissen Muscheln). Schliesslich kommen wir in Monkey Mia an, wo wir gleich von ein paar neugierigen Emus begruesst werden. Die Emus kommen auf der Suche nach Wasser zum Camping und versuchen den Touristen das Essen zu stehlen. Beim Baden im Meer am Nachmittag schwimmen dann auch schon die ersten Delfine an uns vorbei, sie sind am Jagen von kleinen Fischen. Etwas weiter weg taucht dann noch eine Meeressschildkroete auf. Am naechsten Morgen stehen wir frueh auf, um zur Delfinfuetterung zu gehen. Fuenf weibliche Delfine werden dort bis zu drei Mal pro Morgen mit 500g Fisch gefuettert (ihr Tagesbedarf ist 10-12 kg Fisch!!). Es kommen jedoch auch andere Delfine aus Neugier mit. Am Nachmittag machen wir eine Katamaran-Fahrt, wo wir Dugongs (Seekuehe) sehen.
Am 5. Januar geht unsere Reise weiter nach Coral Bay im Ningaloo-Reef. Auf dem Weg dorthin sehen wir eine Emu-Mutter mit vier Jungen ueber die Strasse rennen, sowie mehrere Warane. In Coral Bay wollen wir schnorcheln gehen vom Strand aus, ein Fischer erzaehlt uns jedoch, dass er einen groesseren Riffhai gesehen habe und als Corinne den Hai dann auch sieht, haben wir etwas Angst ins Wasser zu gehen. Dann kommen jedoch zwei Australier, welche uns beruhigen und uns erzaehlen, dass Riffhaie harmlos seien, so gehen wir mit ihnen dann doch schnorcheln. Beim Schnorcheln sehen wir viele schoene Korallenformationen und auch ein paar schoene farbige Fische. Fuer den naechsten Tag buchen wir eine Manty-Ray Tour. Per Flugzeug werden die Manta-Rochen gesucht. Unser Schiff faehrt uns dann dorthin und wir gehen ins Wasser. Und tatsaechlich schwimmen nur 3-4 Meter unter uns drei Manta-Rochen. Wir sind begeistert, wie die Tiere durchs Wasser 'fliegen'! Die Manta-Rochen sind 2.5-3 Meter breit. Martin wird von den Wellen beim Schnorcheln jedoch seekrank und muss zurueck aufs Boot bevor der dritte Manta-Rochen auftaucht. In Coral Bay besuchen wir noch eine sogenannte Shark-Nursery. Am Strand ca. 500 Meter vom Badestrand entfernt, wo das Wasser seicht ist, wachsen viele kleine Riffhaie auf. Wir sehen ein paar Haie und Rochen vom Strand aus.
Am 8. Januar fuehrt uns unsere Reise weiter in den Norden nach Exmouth und von dort geht es weiter in den Cape Range Nationalpark. Wir stellen unser Zelt auf dem suedlichsten Zeltplatz auf (Yardie Creek), wo wir gleich nebenan eine Wanderung machen bei der Yardie Creek Schlucht. Dabei haben wir eine schoene Aussicht ueber die Schlucht. Wir machen dort ebenfalls eine Schifffahrt und sehen dabei eines der seltenen 'Black-footed Rock-Wallabies'. Auf unserem Camping wohnt ein Kaenguruh, das wir Johnny nennen. Er versucht immer wieder uns das Essen zu klauen. Nachts sieht man den wunderschoenen Sternenhimmel so klar, wie wir das in Europa noch nie gesehen haben. Im Cape Range NP hat es auch viele schoene Straende zum Baden und zum Schnorcheln. Beim Turquoise Bay Drift Snorkel sehen wir auf unserer Schnorcheltour viele schoene Fische, mehrere Rochen, einen ca. 1.5 Meter langen Riffhai und sogar zwei grosse (ueber 1 Meter) Meeresschildkroeten. Das Spezielle an diesem 'Drift Snorkel' ist, dass man aufgrund einer starken Meeresstroemung nicht aktiv schwimmen muss sondern einfach vom Strand etwas rausschwimmt und einem die Stroemung dann automatisch parallel zum Strand ueber die Korallen treibt. An einem Abend nehmen wir an einer Schildkroeten-Tour teil. Im Dezember bis Februar kommen die Meeresschildkroeten an den Strand, um dort Eier zu legen. Wir sehen zwei Schildkroeten, wie sie den Strand hinauf kriechen, leider ist es jedoch schon ziemlich dunkel. Bei der Rueckfahrt zum Camping muessen wir sehr langsam fahren, da es entlang der Strasse sehr viele (ueber 100) Kaenguruhs hat.
Am 11. Januar fahren wir 750 km bis zum Karijini Nationalpark im Landesinneren. Die Aussentemperatur betraegt dabei zeitweise 47 Grad und wir sind froh um unsere Air Conditioning im Auto. Im Karijini NP machen wir mehrere schoene Wanderungen in den Schluchten. Bei einer Wanderung (Hancock Gorge/Kermits Pool) beinhaltet die Wanderung auch eine Strecke, bei der man schwimmen und klettern muss. Da es aber bereits frueh am Morgen sehr warm ist, geniessen wir die Abkuehlung. Die Hancock-Gorge Wanderung gefaellt uns so gut,dass wir die Wanderung drei Mal machen. Im Karijini NP sehen wir auch zum ersten Mal ein Buschfeuer in ca. 30 km Entfernung. Der Ranger beruhigt uns, dennoch fuehlen wir uns nicht ganz sicher im Zelt.
Da uns die Kueste so gut gefallen hat, entscheiden wir uns dafuer, nicht wie geplant im Landesinneren zurueck nach Perth zu fahren, sondern entlang der Kueste. So fahren wir am 14. Januar nochmals 700 km nach Coral Bay an der Westkueste von Australien. Dort windet es aber gerade so stark, dass wir Angst haben, dass unser Zelt davonfliegen wuerde in der Nacht. Wir bleiben dennoch zwei Tage dort und gehen nochmals vom Strand aus schnorcheln.
Am 16. Januar gehts dann weiter in Richtung Sueden. Unser naechster Stopp ist Geraldton, wo wir uns das Museum of Western Australia anschauen. Danach fahren wir weiter zum Yanchep Nationalpark, 55 km noerdlich von Perth. Im Yanchep NP gibt es eine Koala-Kolonie (die einzige in Western Australia), sowie viele Kaenguruhs, welche abends jeweils auf der Wiese vor dem Restaurant Gras fressen.
Am 18. Januar sind wir zurueck in Perth, wo wir bei Colin, einem Kollege von Corinne, uebernachten duerfen. Colin zeigt uns die Umgebung und wir machen einen Ausflug nach Fremantle.

Zentralaustralien

Am 20. Januar fliegen wir von Perth aus nach Alice Springs im Northern Territory (Red Center). Gleich am Flughafen koennen wir unser zweites Mietauto abholen. Am naechsten Morgen fahren wir in Richtung Westen zu den West MacDonnell Ranges. Die West MacDonnell Ranges bestehen aus mehreren Gebirgsketten. Im NP gibt es viele spezielle Formationen wir Gaps (Luecke in der Gebirgskette), Schluchten, Waterholes etc. Wir machen eine schoene Wanderung in der Ormiston Gorge, wo wir in einem Wasserloch baden koennen - sehr erfrischend.
Am naechsten Morgen fahren wir dann weiter zu den East MacDonnell Ranges. Auch dies ist eine Gebirgskette mit mehreren sogenannten Gaps. In zwei von diesen Gaps (Emily- und Jessy Gap) kann man alte Aborigines Wandmalereien sehen. Wir campen in der Trephina-Gorge, wo der Boden sehr warm ist und auch in der Nacht nicht abkuehlt, dementsprechend schlecht schlafen wir. Am Morgen machen wir die schoene Panorama-Wanderung, von wo aus man eine super Aussicht hat.
Am 23. Januar fahren wir weiter zum Kings-Canyon. Um den bekannten Kings Canyon Rim Walk machen zu koennen, muessen wir um halb fuenf Uhr morgens aufstehen, unser Zelt abbrechen und losfahren. Bei Sonnenaufgang sind wir dann bei der Schlucht und nehmen die sechs Kilometer-Wanderung in Angriff. Zuerst gibt es einen steilen Aufstieg, der aber mit einer schoenen Aussicht belohnt wird. Danach geht der Weg weiter entlang der Kante der Schlucht, spaeter hat man die Moeglichkeit in den Canyon hinunterzugehen und sich im sogenannten Garden of Eden auszuruhen. Mit der Zeit wird es immer waermer, doch nach 3.5 h erreichen wir dann ziemlich muede, aber gluecklich das Ziel.
Am 24. Januar geht unsere Reise weiter zum wohl bekanntesten Felsen in Australien, dem Uluru (Ayers Rock) im Kata Tjuta Nationalpark. Der erste Blick auf den Felsen ist fantastisch! Wir haben das Glueck, dass wir bei Sue und Paul in der Aborigines Community 'Mutitjulu' uebernachten duerfen. Diese Community ist bloss 1km vom Uluru entfernt, somit sind wir sehr nahe! Sue arbeitet dort als Krankenschwester und Paul in der Arbeitsvermittlung. So bekommen wir ein bisschen einen Einblick in das Leben der Aborigines, was sehr intressant ist fuer uns. Am 25. Januar machen wir eine Wanderung (10.5 km) um den Uluru herum. Gerade als wir loslaufen, beginnt es dann zu regnen. So sehen wir etwas sehr seltenes, naemlich Wasserfaelle vom Felsen herunter. Der Felsen hat eine ganz andere Farbe im Regen. Die Temperatur kommt uns ebenfalls entgegen, es ist ca. 24 Grad. Nach der Wanderung schauen wir uns im Kulturzentrum um und entdecken ein schoenes 'Dotpainting' Bild, das von einer Kuenstlerin aus Mutitjulu gemalt wurde. Bald wird dieses Bild in Martins Wohnzimmer haengen.
Abends fahren wir zum Sunset-View Point, vom dort aus sieht man, wie der Felsen seine Farbe aendert, je tiefer die Sonne steht.
Am 26. Januar fahren wir nach Kata Tjuta (The Olgas), 50 km vom Uluru entfernt. Dort machen wir eine schoene Wanderung im 'Valley of the Winds', welche 7.4 km lang ist. Nach ca. zwei Kilometer erreichen wir eine Art Pass, von wo aus man eine wunderschoene Aussicht hat ueber das erstaunlich gruene Tal. Spaeter an diesem Tag geht Martin mit Paul auf die Suche nach einem Thorny Devil, einer kuriosen Echse die in der Wueste lebt, und in der Tat finden sie zwei von diesen einzigartigen Tieren. Am naechsten Tag fahren wir zurueck nach Alice Springs, wo wir unser Mietauto zurueck geben und das Royal Flying Doctors Service Museum besuchen. Am 28. Januar um 10.30 Uhr nehmen wir den Grey Hound Bus und fahren 8 Stunden nach Coober Pedy. Dieses Staedtchen ist bekannt fuer den Opal, der dort in den Mienen gefunden wird. Wir uebernachten in einem unterirdischen Hotel, das frueher mal eine Miene war und dann ausgebaut wurde. In den unterirdischen Raeumen ist es angenehm kuehl, was bei 43 Grad Celsius Aussentemperatur umso wichtiger ist. In Coober Pedy besucht Corinne das Old Timers Mine Museum sowie das Umoona Opal Mine and Museum. Abends steigen wir erneut in den Grey Hound Bus ein und fahren ueber Nacht nach Adelaide. Im Bus koennen wir leider ueberhaupt nicht schlafen, da es die ganze Zeit ruettelt und die Sitze nicht wirklich zum Schlafen geeignet sind.

Adelaide und Kangaroo Island

Am 30. Januar kommen wir am Morgen frueh uebermuedet in Adelaide an. Mit einem Taxi fahren wir zum Haus von Jodie (Martin's ehemalige Gastschwester), welche in Glenelg wohnt. Dort schlafen wir dann zuerst einmal ein paar Stunden und spaeter erkunden wir das Quartier und laufen zum Strand. Bei Jodie koennen wir uns von der ungemuetlichen Busfahrt erholen. Am naechsten Morgen fahren wir mit ihr zu den Adelaide Hills und machen eine Wanderung auf den Mount Lofty. Danach besuchen wir Jim und Barbara (Freunde von Martin, welche 86 bzw. 87 Jahre alt sind). Dort werden wir von Cate abgeholt (Martins Schuelerberaterin waehrend seinem Austauschjahr auf Kangaroo Island). Cate kocht fuer eins ein superleckeres Nachtessen.
Am 1. Februar geht unsere Reise weiter nach Kangaroo Island, wo Martin im Jahr 1996/97 ein Austauschjahr machte. Mit unserem dritten Mietauto fahren wir von Adelaide nach Cape Jervis. Dort nehmen wir die Faehre bis Penneshaw im Osten von Kangaroo Island. Der Kapitaen der Faehre ist Matthew, Martins Gastbruder. Nach der Ankunft trinken wir noch ein Bier mit Matthew und der Crew. Danach fahren wir nach Kingscote zu Greg und Julie (Martins Gasteltern), dort duerfen wir fuer die naechsten zwei Wochen wohnen. Julie ist eine super Koechin und versorgt uns immer mit feinem zMittag und zNacht. In Kingscote besuchen wir alle vier Gastfamilien (Greg und Julie, Rosie und Michael, Colleen, Polly und Jeff) von Martin sowie einige Schulfreunde. Greg zeigt Corinne einige Touristenattraktionen um Kingscote herum, zB. Eukalyptusdistillerie, Bienenfarm, Schaffarm, Emu Bay.
Waehrend vier Tagen machen wir dann zu zweit eine Rundreise auf der Insel. Dabei besuchen wir Seal Bay (Strand mit einer Seehundekolonie), Vivonne Bay (Strand wo Crayfischerboote ankern), Kelly Hill Caves (Tropfsteinhoehle), Remarkable Rocks (spezielle Steinformation), Admirals Arch (Seeloewenkolonie), Andermel Marron and Cafe (Suesswasserhummerfarm), Stokes Bay (Strand im Norden der Insel). Uebernachten duerfen wir waehrend diesen vier Tagen in einer kleinen Huette, welche Cate gehoert. Diese kleine Huette liegt direkt am Strand von Hanson Bay. Wir haben eine super Aussicht auf den suedlichen Ozean. Auch einen Hausgoanna (grosser Waran) haben wir dort. Diesem fuettern wir die Maeuse, welche wir in der Huette mittels Maeusefalen gefangen haben. An einem Tag werden wir von Matthew und Robert (Gregs aeltester Bruder) in Hanson Bay abgeholt. Zuerst fahren wir nach Sandy Creek im Flinders Chase National Park. Dort machen wir eine Wanderung (teils durch den Busch) zum Grab von David Kilpatrick, welches mitten im Busch auf der Klippe liegt. Danach fahren wir zu Westbay, wo wir Mittag essen und danach noch zu speziellen Steinen wandern. Am 10. Februar kommt dann Philip (Primarschulfreund von Martin) mit Matthew nach Kangaroo Island, er wird uns fuer die naechsten sechs Wochen begleiten. Eines Abends geht Martin noch angeln, in der Hoffnung einen Squid (Kalmar) zu fangen. Es hat allerdings relativ viel Wind und so wird aus dem ganzen nichts, allerdings kann er einen grossen Stingray (Rochen) beim jagen zuschauen und er faengt etwas sehr aussergewoehnliches: um die Angelschnur wickelt sich ein ganz kleines Seepferdchen!
Am letzten Tag geht Corinne mit Julie und ihrem Grosskind Caleb nach Parndana in den Wildlife Park. Dort kann sie Kaenguruhs fuettern und Koalas streicheln. Waehrenddessen gehen Martin und Philip auf eine Delfintour, wo sie ca. 30 Delfine sehen. Einige Delfine sind mit ihren Jungen unterwegs. Auch ein Seehund schwimmt mit ihnen, er denkt wohl er sei auch einer von ihnen.

Adelaide-Melbourne

Am 13. Februar gehts dann zurueck aufs Festland. Leider hat es in der Nacht begonnen zu regnen und hoert auch den ganzen Tag lang nicht auf. So fahren wir ueber Victor Harbor nach Wellington, wo wir Chad treffen (ein anderer Gastbruder von Martin). In Wellington mieten wir ein Cabin und verbringen den verregneten Nachmittag mit Kartenspielen. Danach geht es weiter ueber Robe nach Beachport, wo Martin und Philip in einem Salzsee baden, der sieben Mal salziger ist als das Meer. Das naechste Ziel ist Tantanoola Caves, eine sehr eindrueckliche Tropfsteinhoele mit schoenen Stalaktiten und Stalagmiten. In Mount Gambier besichtigen wir den Blue Lake, ein wirklich sehr blauer Krater-See eines erloschenen Vulkans. Wir campen in Port Fairy. Auf diesem Zeltplatz findet gerade ein Wettkampf von Schaeferhunden statt. Diese muessen jeweils drei Schafe durch einen Parcour leiten.
Am 16. Februar geht unsere Reise weiter zur Great Ocean Road. Unterwegs gibt es mehrere Lookouts (Aussichtspunkte), wo man die eindruecklichen Klippen besichtigen kann. Dann kommen wir zu den wohl beruehmtesten Felsen an der Great Ocean Road, den zwoelf Apostel und den Klippen von Loch Ard Gorge.
Die naechsten zwei Tage kehren wir mehrmals hierher zurueck, um die Felsen mit verschiedenen Lichtverhaeltnissen fotografieren zu koennen. Danach fahren wir weiter durch den Otway Nationalpark, wo wir einen Treetop-Walk machen. Dort kann man auf einem Geruest in den Baumkronen herumlaufen. Wir machen auch mehrere Spaziergaenge in den wunderschoenen Farnwaeldern stets begleitet von exotischem Vogelgezwitscher. An einem Tag machen Martin und Philip eine zehn Kilometer lange Wanderung vom Aire River zum Cape Otway, dem Strand entlang. Und endlich sehen die beiden Schlangen (gleich zwei davon). Beim Cape Otway Leuchtturm werden sie von Corinne abgeholt. Auf der Fahrt dorthin sieht Corinne mehrere Koalas in den Baeumen, einen davon auf einem Ast gleich auf Augenhoehe.
Unsere Reise fuehrt uns weiter entlang dem oestlichen Teil der Great Ocean Road bis nach Queenscliff, wo wir die Faehre zur Mornington Peninsula nehmen und von dort weiter nach Phillip Island fahren. Dort gehen Corinne und Philip zur beruehmten Pinguin-Parade am Strand. Wir sitzen in der ersten Reihe auf einer Holztribuene (Pinguin Plus Tour) und koennen ab viertel vor neun Uhr abends den kleinen blauen Pinguinen (little pinguins) zuschauen, wie sie vom Strand zu ihren Nestern laufen. Die Jungen rufen dabei laut ihren Eltern, da sie bereits den ganzen Tag hungrig warten. Insgesamt 258 Pinguine seien an diesem Abend vom Meer zum Nest gelaufen.
Am 21. Februar fahren wir dann in Richtung Melbourne. An diesem Abend treffen wir Annemarie, eine ehemalige Mit-Austausch-Schuelerin von Martin. Annemarie kommt urspruenglich aus Holland und wohnt seit mehreren Jahren in Melbourne. Mit ihr gehen wir in ein feines Tapas Restaurant (Movida) und sie zeigt uns das Stadtzentrum. Am naechsten Tag machen wir einen Walk (aus dem Lonely Planet) im Stadtzentrum, um nochmals alles bei Tageslicht zu sehen und es findet auch gerade ein Festival namens White Night statt. Als es dunkel ist, werden Haeuserfassaden von farbigen Bildern und Lichtformationen beleuchtet. Rundherum gibt es auch noch viele Konzerte, Filmvorfuehrungen und Ausstellungen. Die Strassen sind nun nicht von Autos, sondern von Menschenmassen vollgestopft. Ploetzlich trifft Martin in der Menge eine ehemalige Mitstudentin aus Zuerich, welche auch gerade am Reisen ist. Am naechsten Morgen besuchen wir noch den Markt, danach geht es schon ans Packen. Wir muessen unseren vollen VW Passat in drei Koeffer bzw. grosse Rucksaecke und drei Handgepaecke verstauen.

Sydney

Am 24. Februar fliegen wir von Melbourne nach Sydney, wo wir bei Randall (der Cousin von Philips Mutter) wohnen duerfen. Beim Einchecken am Flughafen treffen wir auf einen sehr netten Qantas-Mitarbeiter, welcher uns neben der Hilfe beim Bedienen des Automaten auch noch drei Plastiksaecke fuer unser Gepaeck schenkt. Randall zeigt uns dann waehrend zwei Tagen die Stadt. Am ersten Tag beim Warten auf den Bus, werden wir von Elly (eine Chinesin mit einem Reiseunternehmen) im Auto mitgenommen bis zur Sydney Opera. Von dort aus nehmen wir eine Faehre nach Manly Beach. Waehrend der Fahrt hat man den guten Blick :-) auf die Oper und die Sydney Harbour Bridge. In Manly essen wir in einem mexikanischen Restaurant gleich am Strand zu Mittag und machen danach noch einen Spaziergang den Strand entlang. Dabei sehen wir mehrere Water-Dragons, etwa 50-60 cm lange Leguane. Wieder zurueck bei der Oper machen wir einen Walk (aus dem Lonely Planet) im The Rocks Quartier, die 'Altstadt' von Sydney. Abends fahren wir mit einer anderen Faehre zum McMahon Point, von wo aus man abends einen tollen Ausblick auf die beleuchtete Oper und Sydney Harbour Bridge hat. Am naechsten Tag fahren wir zuerst zum Fischmarkt, wo Randall, Philip und Martin Austern, Thunfisch und Softshell-Crab essen. Danach besuchen wir Chinatown, den botanischen Garten und das Queen Victoria Einkaufszentrum.

Neuseeland

Suedinsel

Am 27. Februar folgt der dritte Teil unserer Reise: Neuseeland. Fuer die naechsten 5.5 Wochen werden wir die Sued- und Nordinsel von Neuseeland erkunden. Von Randall fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen in Sydney und fliegen mit Air New Zealand nach Christchurch. In Christchurch werden wir von Peter und Geoffrey Savage empfangen. Geoffrey war ein Arbeitskollege von Gerhard (Martins Vater), als er vor 30 Jahren an der Lincoln University gearbeitet hat und Peter, der Sohn von Geoffrey, war ein Kindergartenfreund von Martin in der Zeit, als Familie Stucki damals in Neuseeland gewohnt hat. Fuer die naechsten drei Tage duerfen wir bei Familie Savage wohnen. Geoffrey zeigt uns die Strasse, in der Martin frueher gewohnt hat.
In Christchurch hatte es vor drei Jahren ein schlimmes Erdbeben und es ist traurig zu sehen, wieviele Gebaeude, wegen der drohenden Einsturzgefahr, immernoch abgesperrt sind. Viele weitere Gebaeude sind auch bereits abgerissen worden. Wir laufen durch die Restart-Shopping Mall, welche aus Containern mit Laeden besteht, eine Art Uebergangsloesung. Am Nachmittag besuchen wir Shirley Schmidli, eine Freundin von Familie Stucki aus ihrer Zeit in Neuseeland. Sie ist bereits 88 Jahre alt und immer noch auf dem aktuellen Stand mit der neusten Technik. Voller Freude und Stolz zeigt sie uns ihren neuen iMac und die Apps auf ihrem iPad!
Am 1. Maerz koennen wir unseren Jucy-Camper und Philip sein Auto abholen. Unser Camper ist ein Auto welches Sitzgelegenheit fuer zwei Personen bietet, hinten kann man entweder ein Tischchen mit 2 Baenken haben oder diese dann abends in ein Bett umfunktionieren. Im Kofferraum ist ein kleines Waschbecken, ein Kuehlschrank und ein Gasherd eingebaut - man hat also alles was man braucht! Danach fahren wir zum Farmers Market in Lyttelton, um uns mit frischem Gemuese einzudecken. An den Farmers Market werden lokale Produkte zu einem sehr erschwinglichen Preis angeboten. Dazu wird von einer Live-Band Musik gemacht. Nach dem Mittagessen bei Peter zu Hause fahren wir zu diversen Outdoor-Shops, um uns mit warmen Kleidern auszuruesten (diese braucht man wirklich in Neuseeland!!).

Tags darauf (2. Maerz) fahren wir von Christchurch zum Lake Tekapo. Dieser See hat eine sehr spezielle und schoene Blau-Faerbung (Gletscherwasser). Das Panorama rund um den See ist wunderschoen, gelbe Wiesen und dahinter die schneebedeckten Gipfel der neuseelaendischen Alpen. An diesem Tag schlafen wir zum ersten Mal in unserem Jucy-Camper. In der Nacht kuehlt es auf 2 Grad Celsius ab und am Morgen sehen wir auf den gegenueberliegenden Huegeln Schnee bis ziemlich weit unten. Wir sind also froh, dass wir uns die warmen Kleider gekauft haben! Am Lake Tekapo machen wir eine schoene Wanderung dem Strand entlang. Danach fahren wir zum Mount John, von wo aus man eine schoene Aussicht ueber den Lake Tekapo und die Umgebung hat.

Am 4. Maerz geht unsere Reise weiter zum Mount Cook, dem hoechsten Berg in Neuseeland (3754 m). Vom Camping beim Mount Cook Village aus machen wir eine schoene Wanderung durch das Hooker Valley dem Gletschterfluss entlang. Das Ziel ist der Gletschersee vom Hooker Glacier, in welchem es unzaehlige Eisberge hat. Zum Glueck sind wir warm angezogen, denn es ist ziemlich kalt. Vom Mount Cook sehen wir leider nur die Basis, da die Spitze von Wolken und Nebel umgeben ist. Spaeter machen wir noch eine Wanderung im Wald bei Mount Cook Village. Abends uebernachten wir auf dem DOC-Camping (DOC = Department of Conservation), dort gibt es eine Huette, wo man kochen kann, jedoch ohne Heizung. Alle Touristen sitzen um ihre Gaskocher herum und probieren sich aufzuwaermen.
Von Mount Cook aus fahren wir weiter nach Omarama zum sogenannten Cathedral Canyon, eine Felsformation im Landesinneren, welche aus vielen verschiedenen Steinsaeulen besteht. Danach fahren wir nach Moeraki an der Ostkueste der Suedinsel. Um halb sieben Uhr am Abend kommen wir beim Leuchtturm (Katiki Point) an, wo wir etwa acht bis zehn Yellow-eyed Pinguins sehen, sowie einige New Zealand Fur Seals (Seehunde). Diese Pinguine sind einiges groesser als diejenigen bei Phillip Island und haben eine gelbliche Faerbung in und um die Augen. Die Pinguine posieren schoen fuer einige Fotos und scheinen keine Angst vor Menschen zu haben, wenn man genug Abstand laesst. Die Fur Seals liegen alle auf einer Wiese gleich nebenan herum und schlafen. Man kann im Zickzack um sie herum laufen, auch sie scheinen sich nicht zu stoeren, wenn man ihnen nicht zu nahe kommt. Danach besichtigen wir die Moeraki Boulders, ballfoermige grosse Steine am Sandstrand. In Moeraki gibt es ein bekanntes Restaurant, Fleur's Place, wo wir einen feinen Fisch zu Mittag essen. In der Naehe von den Moeraki Boulders gibt es auch noch die 'Katiki Boulders' beim Shag Point, eine wenig bekannte Kuestenstrecke mit aehnlichen Steinformationen wie bei Moeraki. Viele dieser ballfoermigen Steine sind jedoch auseinandergefallen und bilden nun sogenannte Mermaids-Pools, welche jeweils bei high-tide (Flut) geflutet werden und bei low-tide (Ebbe) als Pools uebrig bleiben.

Unser naechstes Ziel ist Dunedin. Dort duerfen wir bei Familie Grant (Freunde von Familie Stucki) uebernachten. In ihrer gut ausgeruesteten Kueche duerfen wir mal wieder richtig kochen. Die Zutaten finden wir im Garten und auch Eier von den eigenen Huehnern gibt es. Wir machen Omeletten mit frischer Gemuese-Fuellung. In Dunedin fahren wir zur Baldwin Street, der sogenannten steilsten Strasse der Welt und spazieren bzw. klettern sie hoch, wirklich anstrengend! Danach fahren wir die Otago-Peninsula entlang zur Albatross-Kolonie. Dort machen wir eine Tour und sehen dabei mehrere Albatross-Junge und auch ausgewachsene Voegel beim Fliegen. Die Fluegelspannweite betraegt bis zu drei Metern, sehr eindruecklich.

Am 8. Maerz fahren wir weiter in Richtung Sueden zu den Catlins. Der Catlins Nationalpark liegt ganz im Sueden der Suedinsel von Neuseeland. Als erstes besuchen wir den (unserer Meinung nach) schoensten Wasserfall der Suedinsel, den Parakaunui Fall. Dieser hat mehrere Stufen und liegt im schoenen Farnwald. Spaeter machen wir eine zweistuendige Wanderung im Regenwald mit zwei Wasserfaellen, den Waipohatu Track, ein weiteres Highlight! In den Waeldern hoeren und sehen wir viele Voegel, zum Beispiel die neugierigen Fantails, die immer um einen herum fliegen, den Bellbird mit der sehr melodischen Stimme und den Tui, ebenfalls mit einer sehr schoenen Melodie. Am Curio Bay gibt es einen versteinerten Wald am Strand. Erstaunlicherweise sieht man die Baumstrukturen (Staemme inklusive Jahrringe) noch sehr gut. Zwischen den Resten der Baumstaemme sehen wir zudem einen Yellow-eyed Pinguin. Schliesslich fahren wir dann nach Invercargill, wo wir uebernachten. In Invercargill gibt es ein Museum, in dem die seltenen Tuataras gezuechtet werden. Diese sind Verwandte der Dinosaurier und sind eine extrem alte Reptilienspezies. Henry, der aelteste Tuatara der Kolonie, sei ueber hundert Jahre alt und ist ca. 50 cm lang und bewegt sich waehrend den zehn Minuten, waehrend denen wir ihn beobachten, gar nicht.

Am 10. Maerz um 12.30 Uhr beginnt unsere 'Doubtful Sound Overnight Cruise' auf dem Schiff 'The Navigator'. Zuest fahren wir mit einem Schiff ueber den Lake Manapouri. Das Wetter scheint mitzumachen und wir haben strahlend blauen Himmel (dies kommt hier nur jeden dritten Tag vor, denn es ist 220 Tage pro Jahr bewoelkt und regnerisch (durchschnittlich 800 cm pro Quadratmeter und Jahr) dort, wir haben also ein riesen Glueck!). Nach der Ueberquerung des Sees, fahren wir mit einem Bus ueber den Pass. Auf dem Pass haben wir schon die erste geniale Aussicht auf den Doubtful Sound (Sound = Fjord), das Panorama ist atemberaubend. Auch auf dieser Seite der Berge ist das Wetter super schoen. Der Wald dort oben ist auch mystisch und erinnert an Herr der Ringe, die Baeume sind voller Flechten und sind behangen mit unterschiedlichen Moosarten. Der Bus bringt uns zum Schiff 'The Navigator'. Auf dem Schiff beziehen wir unsere Vierer-Kabine und werden gleich mit Kaffee und Muffins versorgt. In einem Seitenast vom Fjord koennen wir mit dem Motorboot noch etwas naeher ans Ufer heranfahren. Carol, unser Nature Guide, zeigt uns am Ufer die interessante Flora des Fjords, wir riechen sogar die nach Vanille durftenden Orchideen. Waehrenddessen macht Philip eine Kajaktour. Anschliessend koennen die Mutigen ins 14 Grad Celsius kalte Wasser springen. Martin schliesst sich dieser kleinen Gruppe an, er freut sich jedoch dann ueber die warme Dusche an Bord. Schliesslich fahren wir mit dem Schiff hinaus zu Tasman Sea, wo wir auf einer felsigen Insel hunderte New Zealand Fur Seals (Seehunde) sehen. Anschliessend gibt es auf dem Schiff ein superleckeres Buffet mit typischem neuseelaendischen Essen (unter anderem Salat, Gemuese, Mashed-Potatoes, Kumara (neuseelaendische Suesskartoffel), geraeucherter Lachs, Lamm- und Rinds-Roast etc.). Nach dem Essen haelt Carol noch eine Praesentation wo sie Bilder von verschiedenen Tieren und Pflanzen der Region vorstellt. Am naechsten Morgen fahren wir mit dem Schiff in einen weiteren Seitenast, wo wir den 'Sound of Silence' erfahren: das Schiff stellt den Motor ab und es so ruhig ist, dass wir die Voegel an Land hoeren. Im Doubtful Sound gibt es nur drei Schiffe fuer Touristen und keine Flugzeuge oder Helikopter. Der Fjord ist nur per Boot ueber den Lake Manapouri und eine Busfahrt ueber den Pass erreichbar. Es ist also sehr ruhig und gemuetlich und ueberhaupt nicht ueberlaufen von Touristen. Wir sind begeistert von unserer Bootsfahrt und traurig, als der 'Navigator' wieder an Land ist und wir wieder zurueckfahren muessen.

Am 11. Maerz fahren wir weiter in Richtung Norden zum Milford Sound. Die Strecke zwischen Te Anau und Milford Sound ist wirklich schoen. Man faehrt durch Waelder und durch Taeler an Fluessen und Seen entlang, rundherum sind die Berge. Bei den Mirror Lakes hat es extrem klares Wasser, wie wir es noch nie gesehen haben. Da unsere Schifffahrt beim Doubtful Sound so schoen war, entschliessen wir uns dafuer, dass wir uns den Fjord von Milford Sound nur vom Land aus anschauen (Doubtful Sound ist unschlagbar). Das Wetter ist auch heute nicht schlecht und wir haben einen schoenen Ausblick auf den Fjord und den bekannten Mitre Peak. Auf dem Camping hat es extrem viele Leute, alle in der Campkitchen und dem Aufenthaltsraum und draussen ist alles voller Sandflies (kleine bissige Plagegeister deren Stich man drei Tage lang spuert...), dementsprechend ist es wenig gemuetlich.

Vom Milford Sound fahren wir am naechsten Tag nach Queenstown, der See und das Panorama mit den Bergen ist wunderschoen, jedoch hat es in Queenstown dann extrem viele Autos und Leute und alles wirkt sehr hektisch, wir kehren deshalb gleich wieder um und fahren weiter ueber einen Pass nach Wanaka. Auch dort hat es einen schoenen See und alles ist viel ruhiger. Beim Rob Roy River machen wir eine Wanderung. Als wir loslaufen beginnt es ein bisschen zu regnen, dies haelt uns jedoch nicht davon ab, weiterzulaufen. Mit der Zeit wird der Regen leider immer staerker und irgendwann sind wir total durchnaesst und auch unsere Rucksaecke sind voll mit Wasser trotz Regenschutz. Nach drei Stunden kommen wir endlich wieder beim Auto an und sind froh, dass wir zurueckfahren koennen und dort eine warme Dusche auf dem Camping auf uns wartet. Zurueck in Wanaka kommt auch der blaue Himmel und die Sonne zurueck und unsere nasse Ausruestung kann in der Sonne trocknen.

Unsere Weiterreise fuehrt uns ueber den Haast-Pass. Dabei fahren wir eine schoene und kurvige Strecke durch Berge und Waelder. Zwischendurch stoppen wir mehrmals, zum Beispiel bei den (eher etwas enttaeuschenden) Blue Pools, den Fantail-Falls und dem secret spot: Depot Creek Falls. In Haast spazieren wir dem einsamen Strand entlang und Martin und Philip essen bei einem Stand eine Whitebait-Omelette auf Toast. Whitebait sind ca. fuenf cm lange Fische die als Ganzes mit Ei und etwas Mehl vermischt gebraten werden. Weiter geht es zum Ship Creek, wo wir eine weitere Wanderung im schoenen Farnwald machen. Danach fahren wir zum Lake Paringa, einem ruhigen See mit einem DOC-Campground (Department of Conservation), wo wir uebernachten.

Da uns die Zutaten fuer das Fruehstueck ausgegangen sind, fahren wir am naechsten Morgen sehr frueh nach Fox Glacier Village und geniessen es, mal nicht selber Fruehstueck zubereiten zu muessen und setzen uns dort in ein Cafe. Nach dem feinen Muesli fahren wir zum Lake Mattheson, wo wir einmal um den See wandern. In diesem See spiegeln sich an nicht bewoelkten Tagen die Berge: Mount Cook und Mount Tasman. Wir haben Glueck und haben einen solchen Tag erwischt. Es sieht wunderschoen aus, wie auf einer Postkarte. Spaeter machen Philip und Corinne nochmals eine Wanderung beim Fox Glacier Valley Track. Martin bleibt auf dem Zeltplatz und bearbeitet einige der vielen Fotos die er in den letzten Tagen gemacht hat. Der Fox Glacier Valley Track fuehrt zu einem Lookout, von wo aus man einen wunderschoenen Ausblick auf den Fox Glacier mit dem blauen Eis und den Gletscherspalten hat.

Wir fahren weiter der Westkueste entlang in Richtung Norden. An diesem Tag hat es EXTREM starken Wind und als wir bei einem Fluss, welcher eine spezielle blaue Farbe hat anhalten, fliegen wir fast davon, es ist eine Art Foehn, denn obwohl es sehr bedeckt ist und in der Nacht nicht ueber 15 Grad warm war, ist es draussen 25! Grad. Unser naechster Halt ist Hokitika, wo wir eine Art Zoo besuchen, in dem es zwei der seltenen Kiwis hat (nachtaktive Laufvoegel). Hokitika ist das Zentrum des 'Greenstones' (Jade), dementsprechend gibt es viele Laeden, wo dieser Greenstone verkauft wird und noch mehr Tourbusse, die dort halten. In der Naehe besuchen wir eine Schlucht 'Hokitika Gorge', in welcher es wiederum dieses spezielle hellblaue Wasser hat. Ein weiteres Highlight bei Hokitika sind die Dorothy Falls, ein Wasserfall in Wald. Leider ist das Wetter mittlerweilen ziemlich regnerisch und wir fahren im Regen weiter nach Norden. Unterwegs besuchen wir den Coal Creek Fall, einen weiteren von Neuseelands schoenen Wasserfaellen, sowie die Pancake Rocks von Punakaiki. Diese Klippen bestehen aus vielen Schichten und sehen aus wie gestapelte Pfannkuchen. Diese Rocks wuerden bei schoenem Wetter bestimmt viel eindruecklicher ausschauen, wir haben aber leider weiterhin grauen Himmel. Von Westport aus fahren wir eine extrem kurvenreiche Strecke nach Karamea. Als dort das Wetter besser zu werden scheint, entscheiden wir uns, dass wir eine Wanderung machen im Nationalpark. Nach drei Viertel der Strecke (Gravelroad) muessen wir die Aktion jedoch abbrechen, da Philips Auto auf der steilen, kurvigen und sehr holprigen Waldstrasse ziemlich Muehe hat und wir ploetzlich die Kupplung riechen. Wir fahren also zurueck, ohne die Wanderung gemacht zu haben.
Am 19. Maerz fahren wir von Karamea zurueck nach Westport. Diesmal (ohne Nebel) sehen wir nun auch etwas von der Umgebung der kurvenreichen Strasse. Bei den Maruia Falls muessen wir uns dann von Philip verabschieden, welcher ueber Hamner Springs zurueck nach Christchurch faehrt um von dort nach Hause in die Schweiz zu fliegen. Wir fahren an diesem Tag weiter ueber Nelson zum Abel Tasman Nationalpark, wo wir in Kaiteriteri auf dem Camping uebernachten. In Nelson besuchen wir noch eine Bekannte von Martin, welche dort einen Laden mit italienischen Spezialitaeten betreibt. Wir bekommen einen feinen italienischen Kaffee! Am naechsten Tag machen wir im Abel Tasman NP eine Wanderung. Um 9.30 Uhr am Morgen nehmen wir ein Boot, welches uns bis nach Medlands Bay bringt. Danach laufen wir vier Stunden zurueck in den Sueden nach Anchorage. Die Wanderung geht durch einen schoenen Wald, der Kueste bzw. dem Strand entlang. Die Farbe vom Meer ist tuerkisblau und vom Wanderweg haben wir wunderbare Ausblicke in kleine Buchten. Unterwegs riechen wir wiederum die nach Vanille-duftenden Orchideen und sehen diese nun auch, es sind kleine weisse Blumen mit dem fuer Orchideen typischen Aufbau. Unterwegs hoeren wir wiederum viele Voegel, vor allem Bellbirds. Die Wanderung fuehrt uns ueber drei Huegel und ist ziemlich anstrengend. So sind wir dann auch froh um 15.30 Uhr wieder vom Boot abgeholt und zurueck nach Kaiteriteri gebracht zu werden.
Unser letzter Halt auf der Suedinsel ist Picton beim Queen Charlotte Sound. Von Picton aus kann man den beruehmten Queen Charlotte Track wandern, welcher ca. 4 Tage dauert, wir entscheiden uns aber dafuer, nur eine Tagesetappe zu machen. Wir nehmen wiederum ein Boot am Morgen um 7 Uhr, welches uns zur Resolution Bay bringt. Von dort aus machen wir eine 3.5 h Wanderung durch einen schoenen Wald mit Ausblick auf den Sound. Immer wieder sehen wir Wekas (Voegel, welche sehr aehnlich aussehen wie die Kiwis). Schliesslich kommen wir zur Furneaux Logde, unser Ziel. Dort werden wir vom Schiff wieder abgeholt und zurueck nach Picton gefahren. Picton hat ein sehr mediterranes Klima und am Hafen hat es eine schone Gartenanlage mit Palmen und Blumenbeeten.

Nordinsel

Am 24. Maerz nehmen wir von Picton aus die grosse Faehre, welche uns in 3h nach Wellington bringt. Von dort aus werden wir die Nordinsel von Neuseeland erkunden.
In Wellington selber besuchen wir das beruehmte Te Papa Museum, ein sehr schoenes Museum unter anderem ueber die Maori-Kultur und deren Kunst (Holzschnitzereien mit Paua-Muschel verziert, Greenstone etc.) und Natural History.
Von Wellington aus geht unsere Reise weiter nach Whanganui. In Whanganui, einem kleinen Staedtchen an der Westkueste, gibt es viele Kuenstler. So besuchen wir zum Beispiel ein Glasblaeser-Studio, wo man den Kuenstlern beim Arbeiten zuschauen kann, sowie eine Gallerie, in der verschiedene lokale Maler ihre Bilder ausstellen. Am Kai Iwi Beach, noerdlich von Whanganui, gehen wir spazieren. Dieser Strand ist bekannt wegen seinem schwarzem Sand (auf der Nordinsel Neuseelands hat es viele Vulkane, daher hat es auch an einigen Stellen schwarze Sandstraende).
Von Whanganui aus fahren wir zum sogenannten Surf-Highway 45. Diese Strasse fuehrt uns der Kueste entlang um den Mount Taranaki herum (Egmont Nationalpark). Dieser Berg ist ein Vulkan mit der typischen Kegel-Form, was sehr speziell ist fuer uns, da wir zuvor noch nie so etwas gesehen haben. Am Surf-Highway 45 halten wir an mehreren Straenden, viele sind steinig, andere haben wiederum den schwarzen Sand. Schliesslich kommen wir in New Plymouth an. Im Visitor Center, wo wir uns informieren moechten, sind die Mitarbeiter jedoch nicht hilfreich und ziemlich unfreundlich. So nehmen wir uns eine Broschuere mit und fahren 30 Minuten in den Sueden nach Stratford, ein kleines Staedtchen oestlich vom Mount Taranaki. Dort uebernachten wir auf einem eher speziellen Campingplatz. Alle Gebaeude (Reception, Toiletten-/Duschenhaeuschen, Kueche) sind hellrosa gestrichen, die Reception ist mit blinkender Weihnachtsbelaeuchtung verziert und die Besitzerin des Campingplatzes sammelt als Hobby alte Bettpfannen (anscheinend besitzt sie die weltweit groesste Sammlung an Porzellan-Bettpfannen ;-)).
Von Stratford aus fahren wir frueh am Morgen los, um eine Wanderung beim Mount Taranaki zu machen. Unseren Jucy-Camper parkieren wir beim Dawson-Falls Parkplatz. Unsere Wanderung dauert insgesamt fuenf Stunden und fuehrt uns durch den schoenen Moos- und Farnwald. Auch eine Plattform mit einem schoenen Ausblick auf den Vulkan gibt es. Der Teil des Enchanted Tracks (verwunschener Weg) gefaellt uns am besten. Wir sehen viele Voegel wie Fantail, Wood-Pigeon, Tui, Bellbird etc. Nach der Wanderung fahren wir dem Forgotten World Highway entlang, eine sehr kurvige Strasse, welche uns durch fast ausgestorbene Doerfer, schoene Huegel und entlang einer Eisenbahnschiene fuehrt, auf der Touristen mit 'Golfwaegelis' fahren. In Whangamomona (einer selbsternannten 'eigenen Republik') machen wir eine Pause und trinken etwas im Dorfhotel. Fuer 5 NZ-Dollar kaufen wir uns einen Pass von Whangamomona und somit das Wahlrecht. Schliesslich kommen wir in Taumarunui an, wo wir auf dem Camping uebernachten. In der Campkitchen steht ein Korb voll mit frischen Tomaten aus dem Camping-Garten und vor der Kueche duerfen wir uns am tollen Camping-eigenen Kraeutergarten bedienen - echt toll! Abends, als es dunkel wird, fahren wir zu den Kakahi-Glowworms, eine Gluehwuermchen-Kolonie an den Kalkstein-Waenden einer sehr einsamen Dreckstrasse. Wunderschoen!!!
Unser naechstes Ziel ist erneut ein Vulkan. Wir fahren nach Whakapapa beim Tongariro Nationalpark und uebernachten auf dem Campingplatz dort. Wir planen die Tongariro Alpine Crossing Wanderung zu machen. 900 Hoehenmeter bergauf, 1200 Hoehenmeter bergab und 19.4 km Laenge ueber den Vulkan. Am 29. Maerz klingelt unser Wecker um 5.50 Uhr am Morgen, schnell essen wir unser Fruehstueck und machen unseren Lunch bereit. Danach nehmen wir einen Shuttle-Bus, welcher uns zum Ausgangspunkt der Wanderung bringt. Zuerst kommen vier Kilometer relativ flacher Weg zum Einstieg, danach folgen die ersten 600 Hoehenmeter Aufstieg bis zum South Crater, dies ist der haerteste Teil der Wanderung. Nach einer kurzen flachen Strecke folgt der naechste Aufstieg, 300 Hoehenmeter zum Red Crater, von wo aus der Ausblick fantastisch ist. Danach folgt eine sehr rutschige Strecke hinunter zu den wunderbar gruenen Emerald Pools mit 20 cm Kies und Sand auf dem Wanderweg. Wir sind froh um unsere guten Wanderschuhe und die Wanderstoecke, denn die meisten Wanderer, die schlechter ausgeruestet sind als wir, stuerzen auf dieser Strecke (zwar auf weichen Untergrund, aber dennoch aergerlich). Bei den Emerald Pools essen wir unseren Lunch und wandern dann weiter vorbei am Blue Lake und schliesslich folgen 1200 Hoehenmeter Abstieg. Nach sieben Stunden (um 14.30 Uhr) kommen wir am Ziel an und fahren mit dem ersten Shuttle-Bus um 15 Uhr zurueck nach Whakapapa. Wir sind zwar ziemlich erschoepft, aber stolz darauf, dass wir die Wanderung geschafft haben.
Nach der grossen Anstrengung folgt ein ruhigeres Programm. Wir fahren zu den Waitomo Caves. Dort machen wir eine Tour (mit Spellbound) zu zwei Hoehlen. Auf unserer Tour sind statt den maximal zwoelf Teilnehmern nur drei Teilnehmer, wir zwei und eine Amerikanerin. Zuerst besuchen wir eine Gluehwuermchenhoehle. Dort laufen wir zuerst in die Hoehle hinein, danach folgt eine Bootsfahrt durch einen Tunnel, der voll ist mit tausenden von Gluehwuermchen. Es ist erstaunlich, wie viel Licht die kleinen Tierchen produzieren, sehr eindruecklich und wunderschoen. Vor der Hoehle serviert uns der Tourguide Kaffee und Kekse. Anschliessend besuchen wir eine Limestonehoehle (Kalkstein), in der es unter anderem Moa-Knochen gibt. Moas sind riesige Laufvoegel, welche bis vor ca. 500-600 Jahren in Neuseeland lebten, dann jedoch ausgestorben sind da sie sehr einfach zu bejagen waren und fuer die Maoris damals ein willkommener Leckerbissen darstellten.
Von Waitomo aus fahren wir weiter nach Rotorua. In Rotorua gibt es einerseits viele geothermische Erscheinungen wie heisse Quellen, boiling mud (kochende Erde), Geysire etc., jedoch ist Rotorua auch ein Zentrum fuer Maori-Kultur. So besuchen wir zuerst das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, ein grosses geothermisches Gebiet mit Kratern und Hot Pools sowie dem Lady Knox Geysir (der jedoch mit Seife ausgeloest wird, so en Bschiss...). Der Champagne Pool (Wassertemparatur 80 Grad!) gefaellt uns am besten wegen den speziellen Farben. Insgesamt sehr eindruecklich! Abends um 17.15 Uhr werden wir vom Bus abgeholt, welcher uns zur Tamaki Cultural Performance bringt, ein nachgebildetes Maori Dorf im Wald. Zuerst gibt es eine Begruessungszeremonie durch die Krieger, anschliessend werden uns verschiedene Handwerke, Spiele und Taenze gezeigt, wo man auch mitmachen kann. Danach folgt eine Tanz- und Gesangsauffuehrung und zum Schluss gibt es ein superleckeres Hangi (Essen, das in der Erde gekocht wird) - mhmmm! Waehrend der Busfahrt zurueck nach Rotorua singt der Busfahrer mit uns viele Lieder und alle Gaeste eines Landes muessen ein Lied singen. Wir singen 'en Schwan so wiis wie Schnee'. Zum Lied 'and the bus goes round and round' faehrt unser Busfahrer 5 Mal rundherum in einem Kreisel - echt lustig!
Am naechsten Tag besuchen wir ein Maori-Dorf (Whakarewarewa), wo es viele heisse Quellen direkt zwischen den Haeusern der Bewohner hat. Die Bewohner nutzen diese Waerme zum Heizen, Kochen und Baden.
Von Rotorua aus fahren wir weiter in Richtung Norden. Wir stoppen bei einer Kiwifarm (Kiwi360), der Ort ist uns jedoch zu touristisch, so kaufen wir uns ein Kiwi-Kochbuch und fahren gleich weiter. Unser Tagesziel ist Waihi-Beach auf der Coromandel Peninsula, da es zu regnen beginnt verbringen wir den Rest des Tages im beheizten Pool des Campingplatzes. Am naechsten Tag bei schoenerem Wetter fahren wir zur Karangahake-Gorge, wo wir eine ca. 1.5 h Wanderung machen, welche uns durch einen ehemaligen Eisenbahntunnel fuehrt. Spaeter fahren wir weiter nach Hahei zum Cathedral Cove, wo wir eine schoene Kuestenwanderung machen zum bekannten 'Steinbogen'.
Unser naechstes Ziel ist Coromandel, wo wir das Staedtchen besichtigen und in einem superleckeren Cafe zu Mittag essen. Im Driving Creek Cafe essen wir einen feinen Haloumi-Burger und einen Falafel-Burger - mhmm.
Am 6. April gehts dann nach Auckland, wo wir unseren Jucy-Camper putzen und unser Gepaeck packen. Am 7. April muessen wir schweren Herzens den Jucy-Camper zurueckgeben.

Fiji

Am. 8. April um 9 Uhr verlassen wir unser Hotel in Auckland und fahren mit dem Bus zum Flughafen. Von dort aus fliegen wir mit Fiji Airways nach Nadi, der Hauptstadt von Fiji. Dort werden wir nach der Passkontrolle singend empfangen. In Fiji machen wir sozusagen Ferien von den Ferien. Am 9. April startet unsere 'Ultimate Lei' Tour, eine Tour bei der wir 3 Inseln besuchen werden und sowohl Essen als auch Aktivitaeten wie Schnorcheln und Bootsausfluege dabei sind, wir muessen als fuer diese Woche nichts selber organisieren. Vom Hafen in Denarau aus gehts per Boot drei Stunden zum ersten Resort, dem Mantaray Island Resort. Auch dort werden wir singend und Gitarre spielend empfangen. Der Resort liegt an einem schoenen Strand, wo es auch noch eine Resort-Bar hat, viele Palmen und Haengematten, sowie ein Beach-Volleyballfeld. Nach dem Welcome-Drink und dem Einchecken gehts ins Restaurant zum Mittagessen. Dort koennen wir aus 13 koestlich klingenden Speisen eine auswaehlen. Das Essen schmeckt sehr lecker! Mhmm! In Mantaray kann man wunderbar vom Strand aus schnorcheln: ca. 30 Meter vom Strand entfernt hat es viele verschiedene farbige Korallen und Fische. Das Coole ist, dass es ein sogenannter Drift-Schnorchel ist, das heisst man kann sich von der Stroemung ueber die Korallengaerten treiben lassen und die Fische beobachten. Nach dem leckeren Abendessen (4-Gang-Menue) geht es jeweils weiter mit Spielen, organisiert von Hotelmitarbeitern. Am naechsten Tag koennen wir aus Kokosnuessen Fingerringe und Armreifen basteln, sowie Armbaender aus Kokosnussblaettern weben. Zudem werden gefuehrte Insel-Wanderungen angeboten wo man erst dem Strand entlang und nachher ueber den Huegel auf die andere Seite der Insel wandert. Am Strand finden wir auch viele verschiedene, zum Teil farbenfrohe Muscheln welche wir als Souvenir mitnehmen, allerdings muss man beim Sammeln aufpassen da viele Einsiedlerkrebse in den leeren Muscheln wohnen, diese moechte man natuerlich nicht mitnehmen. Abends sehen wir einen der spektakulaersten Sonnenuntergaenge unserer Reise.
Nach zwei Tagen Mantaray geht es dann weiter ca. 30 Minuten per Boot auf unsere naechste Insel, nach Korovou. Wieder werden wir singend empfangen. Korovou ist ein ruhigerer Resort als Mantaray. Wir haben hier eine sehr schoene 'Bure' (eine kleine Huette) mit Ausblick auf den Strand und das Meer. Auch in Korovou kann man super schnorcheln, wir muessen jedoch ein bisschen weiter hinausschwimmen als am letzten Ort. Waehrend es in Mantaray die schoeneren Korallen hatte, hat es hier mehr verschiedene Fische. Auf dem Programm steht auch ein Schnorchelausflug. Mit einem kleinen Boot fahren wir zu einem Riff, wo es wiederum schoene Korallen und Fische hat. Abends gibt es einmal eine Gesangs- und Tanzvorfuehrung durch die Mitarbeiter und einmal ein gemuetliches Lagerfeuer am Strand.
Viele Personen sind auf der gleichen Tour wie wir und so fahren wir jeweils mit den selben Reisenden weiter zur naechsten Unterkunft respektive Insel. Am 13. April fahren wir bereits zu unserer letzten Insel. Der Safe-Landing Resort liegt in der Naehe der Blue Lagoon. Von der Location her ist dies der schoenste Resort bis jetzt und auch die Bure ist schoen. Jedoch merken wir bereits am Anfang, dass die Organisation eher chaotisch ist. So bekommen zwei andere Paerchen statt einer Bure nur ein Bett im Schlafsaal, weil das Hotel ueberbucht wurde. Am Nachmittag koennen wir eine Village-Tour machen, das heisst ein Bewohner zeigt uns sein Dorf. Wir lernen den Chief kennen, sehen wie die Einheimischen Fijis wohnen und wir duerfen die Schule besichtigen. Danach gehen wir zum Teahouse in der Naehe des Resorts, wo Frauen aus dem Dorf Kaffee und Kuchen verkaufen, Wir essen ein Stueck vom leckeren Bananenkuchen. Ein junger Fiji klettert auf eine Palme und pflueckt eine Kokosnuss fuer Corinne und Victoria, diese trinken wir auf einem Huegel waehrend dem Sonnenuntergang. Am naechsten Tag moechten wir auf einen Schnorchelausflug zur Blue Lagoon. Es gibt leider nur vier funktioniernde Schnorchel, alle andern sind kaputt. Zum Glueck haben wir unsere eigenen Schnorchel mit dabei. Schlussendlich koennen nur sechs Leute mit aufs Boot und die anderen muessen bis zum naechsten Tag warten. Wir und vier andere fahren dann zur Blue Lagoon, welche wunderschoen ist. Wir gehen dort ins Wasser zum Schnorcheln. Bald merken wir, dass unser kleines Boot verschwunden ist, was uns dann doch eher beunruhigt. Irgendwann kommen die Mitarbeiter mit dem Boot wieder zurueck. Leider sind die Korallen nicht wirklich schoen, sondern viele sind durch die Boote kaputt gegangen, dafuer sind die Fische um so schoener, wir schwimmen inmitten ganzer Schwaerme bunter Fische, sehen viele verschiedene Fische unterschiedlichster Formen und Farben. Nach dem Schnorchelausflug geht unser Programm weiter mit Kaffee und Kuchen im Teahouse, Schmuck (aus Muscheln)-Shopping, welche Frauen aus dem Dorf verkaufen und danach Island-Massage. Abends beim Essen kommen ploetzlich die Bewohner des Dorfes vorbei und halten im Essensraum eine religioese Oster-Zeremonie ab. Sie bringen ein grosses Holzkreuz mit, welches mit Tuechern geschmueckt wird. Wir verstehen leider nicht genau was passiert, worum es geht und weshalb die Zeremonie im Essensraum des Resorts abgehalten wird. Anschliessend gibt es ein Cava. Cava ist eine getrocknete gemahlene Wurzel, welche mit Wasser vermischt wird und getrunken wird. Wir machen dort aber nicht mit.
Am 15. April ist unsere Inseltour leider bereits vorbei und wir fahren fuenf Stunden mit dem Boot zurueck zum Festland. Mit dem Bus werden wir vom Hafen bei Denarau zurueck zum Raffles Gateway Hotel gebracht. Nach dem Einchecken muessen wir zum Flughafen, da unser Flug vom 16. April am Abend gestrichen wurde und auf den 17. April fruehmorgens um 5 Uhr verschoben wurde. Nach langem Diskutieren bekommen wir einen Voucher, dass wir nochmals eine Nacht im Raffles uebernachten koennen auf Kosten der Airline. Danach gehen wir ins Restaurant und treffen uns dort mit Victoria, Joris, Chris und Lyndsey, welche auf der selber Insel-Tour waren wie wir und wir essen gemeinsam zu Abend. Ploetzlich bemerken wir, dass der Mond ganz rot ist, so etwas haben wir noch nie gesehen vorher. Es handelt sich um einen sogenannten 'Blutmond' der durch eine Mondfinsternis hervorgerufen wird.
Am 16. April fahren wir mit Victoria und Joris nach Nadi. Die beiden haben zuvor beim Flughafen ihren Mietwagen abgeholt und wir duerfen dann mitfahren. In Nadi besuchen wir zuerst einen Markt, besichtigen einen Hindu-Tempel und spazieren noch durch die Stadt. Im Raffles machen wir mit Victoria und Joris ein kleines Abschiedsessen nach unseren schoenen Fiji-Ferien von den Ferien. Am 17. April stehen wir um 3 Uhr am Morgen auf und gehen zum Flughafen denn bereits um 5 Uhr startet unser Flieger nach Los Angeles.

USA

Suedwesten

Nach einem 10 stuendigen Flug landen wir am 16.4. spaet abends in Los Angeles. Dies ist nun sehr verwirrend fuer uns, denn wir sind eigentlich am 17.4. gestartet, haben aber die Datumsgrenze ueberquert und haben so einen Tag gewonnen (wir kommen also an bevor wir ueberhaupt losgeflogen sind...). Nach einer Woche Fiji-Time ist hier alles ziemlich stressig und wir sind ein bisschen ueberfordert mit den vielen Autos und Leuten. Am naechsten Morgen koennen wir unseren Mietwagen abholen, ein goldener Chevrolet Captiva. Da es gerade Osterwochenende ist, muessen wir 1.5 h darauf warten. So kommen wir in den Mittagsverkehr auf der I-10 East und es dauert ziemlich lange, um die Stadt im Stau zu verlassen. In den USA faehrt man wieder auf der rechten Seite der Strasse (nach vier Monaten Linksverkehr) und das Ganze ist sehr hektisch, deshalb ist das Fahren fuer uns anfangs sehr anstrengend. Unterwegs fahren wir zu einem Einkaufszentrum (die hier riesig sind!). Zuerst fuellen wir unsere neu gekaufte Kuehlbox mit Essen, danach fahren wir weiter in Richtung Joshua Tree Nationalpark. Da wir spaet dran sind und es schon dunkel wird, schaffen wir es nicht mehr bis zum Campingplatz in Park und wir muessen ausserhalb vom Nationalpark in einem Motel uebernachten.
Am 18.4. fahren wir in unseren ersten Nationalpark in den USA, den Joshua Tree Nationalpark. Dort gibt es, wie der Name es sagt, viele Joshua Trees. Ausserdem ist der Park bekannt fuer seine Vielfalt an Kakteen, welche im Moment wunderschoen farbig bluehen. Der eindruecklichste Kaktus ist der Cholla-Cactus, auch als Teddybear-Cactus bekannt. Im suedlichen Teil des Parks, gibt es eine grosse Ansammlung dieser Kakteen. Auch diese tragen im Moment gelbe Blueten. Am Nachmittag fahren wir zum Campingplatz und stellen das erste Mal seit Australien wieder unser Zelt auf. Abends gibt es im sogenannten Amphitheater ein Rangertalk, bei dem eine Rangerin uns etwas ueber den Park erzaehlt.
Unser zweites Ziel in den USA liegt fast 600 km entfernt in der Naehe von Tucson, Arizona. Dort besuchen wir den Saguaro Nationalpark (im Sonora Desert), welcher bekannt ist fuer seine riesigen und beeindruckenden Saguaro-Kakteen, diese werden bis zu sechs Meter hoch und ueber 200 Jahre alt. Im Nationalpark machen wir mehrere schoene Wanderungen durch den Kaktus-Wald. Auch hier bluehen die Kakteen gelb, orange oder rosa. Beim Fahren sehen wir auf der Strasse eine ziemlich lange Schlange, welche gerade in den Busch verschwindet. Martin steigt aus dem Auto aus und vertreibt der Schlange gerade ihre Beute, eine grosse Eidechse, als er zum Busch laeuft. Auch einen Jack-Rabbit (ein Hase mit speziell langen Ohren) und zwei Road-Runner (Lauf-Voegel) sehen wir dort. Ausserhalb vom Nationalpark gibt es einen schoenen Campingplatz, den Gilbert-Ray-Campground. Dort stellen wir unser Zelt auf umringt von Kakteen.
Von Tucson aus fahren wir in den Norden in Richtung Grand Canyon (South Rim). Dabei halten wir in Wickenburg, einem kleinen Staedtchen, das den alten Wild-Westen-Filmen nachempfunden ist. In Prescott, welches ebenfalls auf dem Weg liegt, wuerden wir gerne zelten. Deshalb fragen wir eine aeltere Dame an der Tankstelle, ob es einen Campingplatz geben wuerde. Die offenbar paranoide Dame raet uns vehement vom Zelten ab, da dies extrem gefaehrlich sei in der Gegend und man bestimmt ermordet wuerde. Wir schauen uns den Zeltplatz dann an, jedoch gefaellt es uns dort nicht und so fahren wir weiter bis nach Jerome. Dort uebernachten wir im Jerome Grand Hotel. Dies ist ein ehemaliges Spital fuer die Minenarbeiter, welche frueher in der Gegend taetig waren. Die Einrichtung des Hotels in sehr alt und der Lift ist von 1926, auch alte medizinische Geraete sind im Gang ausgestellt wie Stethoskope etc. Am naechsten Tag schauen wir uns zuerst im Dorf von Jerome um. Dort gibt es viele Kunstgalerien und kleine Boutiquen. Danach fahren wir weiter nach Sedona. Dort gibt es zwei schoene Strecken durch die Canyons (Scenic Drives), welche wir fahren. Schliesslich kommen wir nach Williams, wo wir auf dem KOA Campground zelten wollen. Beim Parkieren faehrt Martin bloederweise rueckwaerts in einen Baum (dieser Baum kam gerade aus dem Gebuesch herausgesprungen!!!) und wir holen uns eine Beule. Nachdem wir uns vom Schock erholt haben, stellen wir das Zelt auf. In der Nacht wird es sehr kalt (ca. 5 Grad Celsius) und wir frieren, obwohl wir uns mit allen Kleidern aus dem Koffer zudecken und auf dem Highway gleich nebenan fahren die ganze Nacht Lastwagen. Auch ein Zug faehrt in der Naehe durch (alle 15 Minuten, auch nachts!), dementsprechend schlafen wir sehr schlecht.
Am 23.4. fahren wir dann zum Grand Canyon. Die riesige Schlucht (12 Meilen breit = 18 km) ist wirklich sehr beeindruckend. Wir spazieren dem Canyon entlang und kommen aus dem Staunen nicht mehr hinaus. Mit einem gratis Shuttlebus kann man dem Canyon auch entlang fahren und bei jedem Aussichtspunkt aussteigen. Unglaublich, was Wasser im Laufe der Zeit alles formen kann!
Unser naechstes Ziel ist Page. Dort gibt es einen weiteren speziellen Canyon (Antelope Canyon), welcher ein sogenannter Slot Canyon ist, d.h. der Canyon ist insgesamt sehr schmal und eigentlich unter dem Erdboden. Dies fuehrt dazu, dass nur wenig Licht hinein kommt. So entstehen schoene orange und braune Farben und Lichtkegel, was die Stimmung im Canyon sehr aussergewoehnlich macht. Wir nehmen an einer gefuehrten Tour teil (man darf leider nicht selber hinein). Auf der Tour hat es leider noch hunderte andere Touristen und das ganze ist sehr stressig, man wird von einer indianischen Frau sozusagen durch den Canyon gescheucht. Man kann das Erlebnis also nicht wirklich geniessen. Dennoch gefaellt uns der Canyon sehr gut und wir sind froh, dass wir teilgenommen haben. Martin macht ueber 300 Fotos - hoffentlich werden einige davon etwas!
Am 25. April fahren wir von Page aus weiter zum Monument Valley (im Gebiet der Navajo Indianer). Dort stellen wir unser Zelt auf dem Camping Platz auf. Der Boden ist sehr sandig und wir befuerchten schon, dass die Heringe nur schlecht halten werden. Sicherheitshalber befestigen wir das Zelt mit Schnueren am Zaun sowie am Tisch. Danach fahren wir in den Park. Dort gibt es die unter anderem aus der Zigarettenwerbung bekannten Felsformationen. Durch das Monument Valley gibt es eine Strasse, welche durch die Felsformationen fuehrt. Wir starten unsere Tour auf der Dirt-Road, muessen aber nach wenigen Metern feststellen, dass die Strasse in einem miserablen Zustand ist, riesige Schlagloecher, Unebenheiten, Teile die weggespuehlt wurden. Nach 1-2 Meilen (und somit nach den Haupt-Felsformationen) entscheiden wir uns umzukehren, da wir Angst um unser Auto bekommen. Wir werden jedoch das Gefuehl nicht los, dass sich Strasse gewollt in diesem Zustand befindet, damit die Besitzer des Parkes mehr Touren mit ihren Offroadwagen verkaufen koennen. Nach ein paar Fotos von der Aussichtsplattform fahren wir zurueck zum Camping Platz. Abends zieht ploetzlich starker Wind auf und wird in der Nacht immer staerker. Morgens um 5 Uhr kollabiert unser Zelt und wir werden unsanft aus dem Schlaf gerissen. Drei Heringe haben sich geloest (im sandigen Boden) und wir sehen keine andere Moeglichkeit, als das Zelt abzubauen um diese Zeit. Es ist also vorbei mit Schlafen. Waehrend dem Abbauen des Zeltes windet es weiter und unsere Kleider sowie das Zelt werden voll mit rotem Sand.
Nach dem Sandsturm und dem Kollaps des Zeltes kommt gleich danach der Regen waehrend wir nach Norden fahren. Wir machen einen Zwischenhalt im Natural Bridges Nationalpark, dort ist es jedoch so kalt und nass, dass wir das Auto am liebsten gar nicht verlassen moechten. Nach kurzer Zeit fahren wir deshalb weiter nach Moab beim Arches Nationalpark. Dort uebernachten wir nach der zu frueh und unsanft beendeten Nacht im Motel (Adventure Inn). Im Motel muessen wir ersteinmal alle unsere sandigen Sachen ausschuetteln und waschen (inkl. Zelt). Der Arches Nationalpark im Bundesstaat Utah ist bekannt fuer seine natuerlichen Felsbruecken bzw. Felsboegen. Im Nationalpark machen wir mehrere kleinere und groessere Wanderungen, welche uns an vielen dieser speziellen Boegen vorbeifuehren. Diese Boegen sind ganz unterschiedlich in Groesse und Form. Der bekannteste Bogen ist der 'Delicate Arch'. Zu diesem vielbesuchten Bogen wandern wir zum Sonnenaufgang. Dort sind wir sehr lange ganz alleine und koennen viele Fotos machen, ohne andere Touristen drauf.
Von Moab aus fahren wir weiter zum Bryce Canyon. Die zweite Haelfte der Strecke ist wunderschoen. Die Highways 24 und 12 fuehren einem durch einen Nationalpark und ueber einen Pass. Der hoechste Punkt liegt auf 9600 ft (ca. 3000 m), auf dieser Hoehe liegt noch Schnee und die Temperatur ist um den Gefrierpunkt. Sogar zwei kleine Schneemaenner sehen wir dort oben. Teilweise faehrt man auf dem Grat der Berge, wo es auf beiden Seiten ziemlich weit hinunter geht. Auf der Strecke des HW 12 gibt es ein Cafe (Kiva Koffeehouse) mit spektakulaerer Aussicht ueber eine Schlucht. Dort machen wir eine kleine Pause und geniessen die Aussicht und einen Kaffee, bevor es weitergeht nach Bryce Canyon 'City'. Dort uebernachten wir im Best Western Ruby's Inn. Beim Check-In geht es ziemlich chaotisch zu und her. Wir bekommen dann den Zimmerschluessel und fahren zum angegebenen Gebaeude. Als wir die Tuere oeffnen, sieht es im Zimmer aus, wie wenn eine Bombe eingeschlagen haette. Die Betten stehen aufeinder, der Teppich ist vom Boden abgeloest, der Muelleimer ist ueberfuellt. Wir schliessen die Tuere schnell wieder und beschweren uns bei der Reception. Es stellt sich heraus, dass das Zimmer offenbar von ungeschickten Gaesten am Morgen geflutet wurde und dass das Zimmer im Hotel-System noch nicht inaktiviert wurde. So bekommen wir ein anderes Zimmer, sowie zwei Fruehstuecksgutscheine als Wiedergutmachung. Unser Ersatzzimmer ist sehr schoen. Der Bryce Canyon an sich ist wunderschoen. Im Canyon hat es tausende Felstuermchen in verschiedenen Farben (weiss, braun, rot und leuchtend orange im Sonnenlicht) und Formen. Im Nationalpark machen wir eine 4.5 h Wanderung (Figure-8 Loop). Diese fuehrt uns durch die Tuermchen hindurch. Die Felsformationen sind einzigartig. Auch das Wetter ist abgesehen von der Kaelte super. Martin geht am naechsten Morgen nochmals fuer den Sonnenaufgang in den Park. In der Morgensonne leuchten die Tuermchen besonders schoen.
Am 30. April geht unsere Reise weiter zum Zion Nationalpark. Wir stellen unser Zelt in Springdale auf dem Campingplatz auf (500 Meter vor dem Eingang zum Nationalpark). Dort bleiben wir fuer die Naechsten vier Naechte. Der Zeltplatz ist schoen und gemuetlich, gleich neben einem Fluss. Im Park gibt es wiederum einen gratis Shuttle-Bus, mit dem wir zu den verschiedenen Sehenswuerdigkeiten kommen. Wir machen mehrere kurze Wanderungen und eine lange Wanderung zum Observation Point. Diese Wanderung ist ca. 12 km lang, mit 600 Hoehenmeter Aufsteig. Vom Gipfel aus haben wir eine tolle Aussicht ueber das Tal. Springdale an sich ist auch ein schoenes kleines Staedtchen mit tollen Restaurants (Oscar's, mexikanisch) und Cafes (Elements).
Am 4. Mai packen wir unser Lager in Zion NP zusammen und machen uns auf den Weg nach Las Vegas. Nach drei Wochen Nationalparks muessen wir uns wieder an die vielen Menschen und Autos gewoehnen. Unser Hotel, das Riviera Casino and Hotel, liegt am noerdlichen Ende des sogenannten 'Strips'. Las Vegas ist ziemlich crazy. Am Strip gibt es viele Riesenkomplexe mit Hotels und Casinos. Man kann die Lobbys und die Shoppingmalls der Hotels auch als Nicht-Gast anschauen. Wenn es dunkel wird beginnt es ueberall farbig zu blinken. Die Casinos fuellen sich. Auch wir versuchen unser Glueck und verlieren beide jeweils 50 Dollar beim Roulette und Black Jack, immerhin haben wir unseren Spass! Da am Morgen in Las Vegas jeweils nicht allzu viel los ist, nuetzen wir die Zeit fuer einen Besuch beim Coiffeur. (dies war dringend notwendig!:-)) May aus Taiwan verpasst uns beiden einen neuen Haarschnitt. Da uns das Riviera Hotel etwas zu laut ist (vor allem die Klima-Anlage und die Leute vom Pool), buchen wir fuer die letzte Nacht eine Suite im Desert Rose Resort, welcher ein Block vom Strip entfernt ist. Dort ist es viel ruhiger. Las Vegas ist zwar crazy, aber dennoch ist es interessant den Ort zu besuchen und ein paar Tage dort zu verbringen.
Am 7. Mai verlassen wir Las Vegas und fahren wieder hinaus in die Natur, in das Mojave National Preserve. Dieser Ort ist das krasse Gegenteil zu Las Vegas. Wir stellen unser Zelt auf einem wenig besetzten und sehr ruhigen Campingplatz auf. Danach machen wir eine Wanderung beim sogenannten 'Hole in the Wall'. Dies ist ein Felsen mit vielen seltsamen Loechern in den Waenden und einer Art Slot Canyon, wo man durch Felsspalten klettert. Nach anfaenglichen Bedenken finden wir die Wanderung doch ganz schoen. Da wir nun wieder in der Wueste sind, hat es hier auch wieder viele verschiedene Kakteen.
Vom Mojave National Preserve aus fahren wir weiter ins Death Valley. Das Death Valley ist extrem trocken und hat einen fast eingetrockneten Salzsee (Badwater). Das Death Valley ist der tiefste Punkt Amerikas, naemlich -86 m (also unter dem Meeresspiegel). Im Death Valley wurde auch angeblich vor ein paar Jahren die hoechste jemals gemessene Temperatur gemessen (56 Grad Celsius), wir haben jedoch noch Glueck und merken davon nur wenig, die Temperatur steigt nicht weit ueber 30 Grad Celsius. Wir machen eine kurze Wanderung beim Salzsee, wo man die Salzkruste von Nahem sehen kann. Des weiteren gibt es einen Scenic Drive, den sogenannten Artist Drive. Dort gibt es Felsen und Steine in den verschiedensten Farben, gruen, rosa, gelb, etc. Wir uebernachten in Furnace Creek auf einem Campingplatz mit Swimmingpool - herrlich! Am naechsten Morgen fahren wir weiter, zuerst zu Sandduenen. Dort sehen wir die Spur von einer Sidewinder Rattlesnake. Mit ein paar anderen Touristen machen wir uns auf die Suche nach der Schlange, finden sie jedoch nicht (gluecklicherweise?). Danach gibt es einen krassen Hoehenanstieg, von unter dem Meeresspiegel auf 5000 ft (1700 m). Unterwegs hat es tausende farbig bluehende Wildblumen. Wir halten mehrmals an, um Fotos zu machen. Schliesslich kommen wir zu den sogenannten Charcoal Kilns. In diesen kleine Huetten wurde frueher Holzkohle hergestellt. Da sie nur drei Jahre in Betrieb waren, sind sie sehr gut erhalten. Unser naechstes Ziel ist der Sequoia Nationalpark. Dies ist jedoch ziemlich weit zum Fahren und so uebernachten wir in einem Ort namens Ridgecrest, wo wir ein super feines libanesisches Restaurant finden (Grapeleaf).
Am 10. Mai fahren wir nach Three Rivers, dem Ort vor dem Eingang zum Sequoia Nationalpark. Auf dem Three Rivers Hideaway Campingplatz stellen wir unser Zelt auf. Der Sequoia NP ist bekannt fuer seine riesigen Baeume, die Sequoias. Diese eindruecklichen Baeume haben teilweise einen Durchmesser von bis zu 8 Metern und einen Umfang von 35 m. Einige Baeume sind weit ueber 2000 Jahre alt. Vielen Baeumen oder Baumgruppen wurden Namen gegeben. Wie zum Beispiel der General Sherman Tree, dieser Baum ist der Baum mit der groessten Masse (weltweit). Wir machen in diesem Wald mehrere Wanderungen entlang der benannten Baeume (zum Beispiel den Congress Trail). Diese gigantischen Baeume sind wirklich sehr beeindruckend! Neben den Baeumen sehen wir auch viele andere interessante Dinge wie zum Beispiel Murmeltiere, Eichhoernchen und knallrote Snowplants (eine Pflanze die ihre Naehrstoffe von Baumwurzeln bezieht und im Fruehling blueht).
Unser letzter Nationalpark ist der Yosemite NP noerdlich vom Sequoia NP. Vor dem Eingang zum Nationalpark liegt der Ort Fish Camp. Dort gibt es einen einfachen aber schoen gelegenen Campingplatz namens Summerdale, auf welchem wir zum letzten Mal auf unserer Reise unser Zelt aufstellen. Abends wird es immer kaelter und wir ziehen uns zum Schlafen mehrere Schichten von Kleidern an. In der Nacht wird es dann noch kaelter, wir koennen dementsprechend nicht wirklich gut schlafen. Am Morgen beim Aufstehen sehen wir dann die Eiskristalle an unserer Zeltwand (es war also unter 0 Grad Celsius). Martin kocht Wasser fuer uns, damit wir uns mit einem warmen Kaffee bzw. Tee aufwaermen koennen. Danach fahren wir in den Park hinein zum Yosemite Valley. Zuerst faehrt man eine kurvige Strecke bis zu einem Tunnel, der Tunnel bringt einem dann ins Tal hinein. Gleich nach dem Tunnel hat es eine Aussichtsplattform, von welcher aus man eine tolle Aussicht uebers Tal hat und gleich mehrere Wasserfaelle sieht (wenn auch nicht alle, da einige ausgetrocknet sind wegen zu wenig Schnee). Danach besuchen wir mehrere dieser Wasserfaelle, zum Beispiel den Yosemite Fall, welcher der hoechste Wasserfall Nordamerikas ist. Wir sehen auch viele verschiedene Voegel und sogar eine Schwarzbaerenfamilie (zwei erwachsene Baeren mit zwei Jungen). Nachdem die letzte Nacht im Zelt extrem kalt war, buchen wir nun fuer diese Nacht ein Hotel (mit Heizung;-)) in Oakhurst, welches 20 km vor dem Eingang des Nationalparks liegt. Dort koennen wir auch noch unser Zelt und die Wanderschuhe waschen.
Am 14. Mai verlassen wir die Gegend der Nationalparks und fahren in Richtung Meer (Westkueste). Unser naechstes Ziel ist die Strand- und Surferstadt Santa Cruz. Dort machen wir einen Zwischenhalt fuer eine Nacht bevor es dann weiter geht nach San Francisco. Santa Cruz ist ein wirklich schoene kleine Stadt mit direktem Anschluss an den Strand. Am Strand gibt es einen festen Freizeitpark mit verschiedenen Achterbahnen etc. Corinne wagt sich auf eine der Achterbahnen, waehrend es Martin den Magen bereits beim Zuschauen umdreht. Unter dem Bootssteg tummeln sich auf einem Floss etwa 20 Seeloewen, welche einen riesigen Laerm machen. Von einer Treppe aus kann man den Tieren zuschauen. Auch einige Jungtiere sind mit dabei. In der Innenstadt hat es viele Boutiquen, Restaurants und Cafes.

San Francisco

Am 15. Mai fahren wir dann der Kuestenstrasse entlang nach Norden bis nach San Francisco. Der Verkehr in der Stadt ist schrecklich, viele Autofahrer fahren hektisch und teilweise sogar aggressiv, so sind wir froh, als wir unser Hotel an der Lombard Street sicher erreichen. Wir bringen unser ganzes Gepaeck aus unserem Chevrolet ins Zimmer (wie soll dies bloss alles in unsere Koffer passen?) und bringen unseren Mietwagen einen Tag frueher als geplant zurueck zum Hertz Office. Wir sind bereits etwas nervoes, da wir das Auto mit einer Beule zurueck bringen. Es geht jedoch alles ziemlich schmerzlos und wir muessen nur einen Zettel zum 'Unfall' ausfuellen (rueckwaerts in einen Baum gefahren, keine Verletzten, keine anderen Autos beteiligt, Baum ok). Nun koennen wir unsere 3 Tage in San Francisco geniessen! In einem Buchladen finden wir ein Kaertchen-Set mit kleinen City-Wanderungen. Eine dieser Wanderungen fuehrt uns ueber die Golden Gate Bridge (wir laufen jedoch nur drei Viertel und wieder zurueck. Danach fahren wir mit dem Bus zum Golden Gate Park, wo man um einen See und durch einen Rosengarten spazieren kann. Weiter gehts durch verschiedene Quartiere, welche alle einzigartig und ganz verschieden sind. San Francisco ist sehr huegelig, so legen wir nicht nur mehrere Kilometer sondern auch eine ganze Menge Hoehenmeter zurueck. Fuer den naechsten Tag haben wir eine Tour nach Alcatraz gebucht. Um elf Uhr fahren wir mit dem Schiff auf die Insel, auf dem das wohl beruehmteste ehemalige US Hochsicherheitsgefaengnis liegt, auch genannt: The Rock (The Rock ist Martins Lieblingsfilm). Dort machen wir eine Audiotour durch das Gefaengnis (die wohl beste Audiotour die es gibt:-)). Spaeter wandern wir den Piers entlang sowie durch Chinatown. An unserem letzten Tag laufen wir am Morgen in die Stadt und fruehstuecken im Cafe namens Black Point. Dort gibt es sehr sehr leckere homemade franzoesische Croissants! Danach machen wir eine Fahrt mit einem der beruehmten Touristentrams, welches die steilen Strassen von San Francisco rauf und runter faehrt. Abends gehts dann zum Airtporthotel, wo wir uebernachten, da der Flughafen etwas ausserhalb liegt und wir ziemlich frueh dort sein muessen. San Francisco ist die wohl europaeischste Stadt der USA (angeblich soll Boston auch aehnlich sein), es hat also nette Cafes und gute Restaurants, Dinge die man in vielen amerikanischen Staedten oftmals vergelich sucht...

New York

Am 19. Mai fliegen wir von San Francisco nach Ney York (Flughafen Newark). Nach einem fuenf stuendigen etwas langweiligen Flug (es gab keinen Fernseher zur Unterhaltung;-)), kommen wir in Newark an. Wir warten auf unser Gepaeck und da kommt der Rucksack von Martin, danach der von Corinne, jedoch nicht unsere mit Zelt und Schlafsaecken gefuellte Kuehlbox. Nach 20 Minuten warten, melden wir uns beim Buero fuer fehlendes Gepaeck. Dort wird unser Code gescant und festgestellt, dass unsere Kuehlbox nicht im selben Flug war, wie wir. Die Mitarbeiterin raet uns noch zwei Stunden zu warten, dann wuerde sie kommen. Dies kommt fuer uns jedoch nicht in Frage, immerhin ist es bereits sieben Uhr abends und so lassen wir uns die Kuehlbox ins Hotel liefern. Mit dem Airport-Bus fahren wir nach Manhattan und danach mit der Subway zu unserem Hotel (Wyndham Garden) mitten in Chinatown.